Schenk mir ein Lächeln

Schenken macht Freude. Soviel ist klar und daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern. Das besondere Geschenk ist originell, individuell und auf den persönlichen Geschmack ausgerichtet. „Nachhaltig schenken“ bedeutet wiederrum einen ganzheitlichen Blickwinkel zu wählen – auf den „Mehrwert“ eines Geschenks.

„Mehr Werte“ wie Qualität, Individualität und Langfristigkeit spielen beim nachhaltigen Schenken ebenso eine Rolle wie das Bewusstsein für den respektvollen Umgang mit der Umwelt. Teures, Protziges oder gar Verschwenderisches zu schenken gilt in diesem Zusammenhang als aufdringlich und im Hinblick auf globale Ressourcenengpässe und soziales Ungleichgewicht als unpassend. Wer nachhaltig schenkt dokumentiert auch ein Bekenntnis zum Ethik-Konsum mitsamt Aspekten wie Bio, Regional und Fair.

Welche Produkte eignen sich nun zum nachhaltigen Schenken?

Hatten ökologisch und ethisch korrekte Produkte noch vor einiger Zeit den Ruf eher un-sexy und weit weg von Genuss, Humor oder Design-Anspruch zu sein, so hat sich dieser Umstand in den vergangenen Jahren massiv gewandelt. Von der solarbetriebenen Kaffeemaschine, dem Design-Solarbaum oder flippigen Hocker aus alten Magazinen bis hin zu nachhaltig produzierten Öko-Jeans und Fair Trade-Sneakers bleibt heute kein Anspruch modernen Umweltbewusstseins offen. „Lifestyle-affine“ Ästheten und modische Schöngeister kommen da ebenso auf ihre Rechnung wie sozialkritische und umweltsensible Zeitgenossen. Schenken mit Sinn und gutem Gewissen kann auch durchaus etwas mehr kosten.

 

Apropos Geschenke, die mehr Kosten: Wer sich die hochpreisigen Qualitäts-Produkte des auf Haushaltswaren spezialisierten Versandhauses Manufactum (www.manufactum.at) ansieht, wird rasch erkennen, dass Klassiker und Retro-Produkte nicht langweilig sein müssen. Im Gegenteil: da freut sich das Herz, wenn er die lang gesuchte Zitronenseife von Bronnley oder die wunderschöne Canvas-Tasche von Brady weiterschenken darf. Bei einer Auswahl von rund 8.500 „guten Dingen“ bleibt kein Wunsch offen. Und auch dem Grundsatz „Es gibt sie noch, die guten Dinge“ kann eigentlich nicht widersprochen werden. Ein Präsent aus diesem Haus ist zudem ein Statement gegen das schnelle Kommen und Gehen von Gegenständen und gegen kurzlebige Trends.

Betrachtet man erfolgreiche Start up-Online-Portale für nachhaltige Öko-Produkte wie biodeals.de (www.biodeals.de), interiorPark.com (www.interiorpark.com), oder avocadostore.de (www.avocadostore.de), so zeigt sich auch hier klar der richtungsweise Trend zum genussorientierten Umweltbewusstsein – von der Weltverbesserung zur Selbstverbesserung. Auf diesen digitalen Marktplätzen des Green Lifestyles wird mit anregendem Layout und stilvollen Design-Produkten Lust auf ethisches Schenken gemacht, Spaß mit Ökologie verbunden. Mit dieser Form des Ethik-Konsums wird die positive Alternative zum Verzicht der Öko-Bewegung vergangener Jahre dokumentiert. Überdies: wer nach fairen und ökologischen Grundsätzen konsumiert übt auch indirekt Kritik an der verschwenderischen Wegwerfmentalität unserer Überfluss-Gesellschaft: wenn schon etwas verschenken, dann etwas langlebiges, reparierbares und umweltverträgliches.

Es gibt aber auch ganz andere Facetten nachhaltigen Schenkens.

Geschenke, die nicht materieller Natur sind und überdies kein Geld kosten: Aufmerksamkeit, ein Lächeln oder schlicht und einfach Zeit, die es zu verschenken gibt. Zeit für die Familie, Zeit für den Partner, Zeit zum Zeitvertreiben… Freie Zeit ist heute wahrscheinlich der größte Luxus des Menschen, denn es ist die einzige natürlich begrenzte Ressource. Wenn es also darum geht seinen Liebsten etwas wirklich Besonderes zu schenken, einen Wunsch zu erfüllen, dann besitzt Zeit möglicherweise den größten und nachhaltigsten Wert. Schon einmal vom „Zeitpolster“ gehört?

Über Helmut Wolf
Rund 10 Jahre Chefredakteur des Magazins „pool – life & culture“. Ausgebildeter Corporate Social Responsibility (CSR)-Manager. Journalist und Autor im Bereich nachhaltiger Lebenskultur.
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