(R)Evolution des Autos – Carsharing

Im 19. Jahrhundert fand eine große industrielle Entwicklung statt. Anfänglich wurde es mit Dampf, elektrisch und nur zu einem Fünftel mit Benzin angetrieben. Es war Statussymbol, Luxusgut, es revolutionierte die Mobilität der Menschen: Das Auto.

Jetzt, ein Jahrhundert später erfindet sich das Autofahren neu – weg von großen protzigen Wägen, hin zu schnittigen, wendigen stadttauglichen Autos. Und obendrein teilen wir diese auch noch mit mehreren Personen.

Eine (R)Evolution: Das Carsharing war entstanden.

Carsharing bedeutet, mit mehreren Personen ein Fahrzeug zu teilen. Durch diese moderne, gemeinschaftliche Nutzung können nicht nur Kosten gespart, sondern auch die Umwelt geschont werden. Wegen der geringeren Kosten der Mobilität sind bereits viele Personen auf Carsharing aufmerksam geworden. Mittlerweile gibt es diverse Anbieter in beinahe jeder großen deutschen Stadt.

Durch eine vorherige Mitgliedschaft kann jeder ein Fahrzeug sharen. Ein übergeordnetes Unternehmen verwaltet diese Gemeinschaft und je nach Carsharing-Modell kann nun ein Auto gemietet werden. Dieser Schritt ist denkbar einfach, durch eine Reservierung per Telefonanruf, im Internet oder per App wird ein Fahrzeug bereitgestellt oder kann sogar spontan „vom Parkplatz weg“ gestartet werden. Durch neue Systeme und Chips wird der Fahrzeugschlüssel meist überflüssig, das Auto lässt sich durch eingebaute Bordcomputer öffnen und sofort benutzen.

Auf den Fahrer kommen nun einige Kosten zu. Meist wird ein monatlicher Beitrag fällig und pro Fahrt werden Kosten für die gefahrenen Kilometer sowie die Fahrzeit über den Bordcomputer abgerechnet. Der Vorteil hierbei ist, dass im Vergleich zum eigenen, privaten Fahrzeug einige Kosten eingespart werden können. Als Sharer ist man nicht mehr für die gesamten Ausgaben des Wertverlusts, Steuern, Versicherungen, Betriebs- sowie Werkstattkosten verantwortlich, sondern bezahlt diese nur für die genutzte Dauer.

Diverse Studien beweisen, mit Carsharing lassen sich mehr als 1.000 € im Jahr einsparen. Voraussetzung ist hierbei, dass eine Kombination zwischen Carsharing und öffentlichen Verkehrsmitteln genutzt wird. Als Faustformel soll gelten, dass pro Jahr etwa nicht mehr als 10.000-15.000 km mit einem Carsharing-Wagen zurückgelegt werden.

Aber man spart nicht nur Geld, auch Zeit – Parkschäden, kaputte Lichmaschine, Wechsel der Sommerreifen vor dem Winter etc., all das übernimmt die Carsharing Firma.

 

Aber Vorsicht! Den richtigen Carsharing Anbieter zu finden, ist mittlerweile fast so kompliziert wie bei einem Mobilfunkvertrag. Man sollte sich das Angebot ganz genau anschauen und die einzelnen Anbieter vergleichen. Hilfreich hierbei sind Angebotsvergleiche wie der von mobilaro in Deutschland (eine Ausweitung auf Österreich ist geplant, wird aber noch Zeit in Anspruch nehmen).

Carsharing ist sowohl für Großstädter eine Möglichkeit um bares Geld zu sparen, aber auch in ländlichen Gegenden lohnt es sich, wenn man auf eine alternative Mobilität umsteigt. Es kann viel Geld gespart und gleichzeitig der Umwelt geholfen werden.

Mehr Informationen zu den Themen Carsharing, Bikesharing und alternativen Antriebsarten können Sie unter www.mobilaro.de finden. Mittlerweile gibt es auch privates Carsharing.

Autorin

Nina Hankele

Über GastautorIn
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