Öko-Banking – warum wir aufhören sollten zu debattieren!

World Trade Center New York

Ich möchte ganz ehrlich zu Ihnen sein. Ich würde nicht in eine ethische oder ökologische  Geldanlage investieren, die mir keine angemessene Rendite verschafft. Mit dieser Auffassung stehe ich wahrscheinlich nicht alleine im deutschsprachigen Raum. Vielleicht bin ich als gelernter Börsenhändler auch ein gebrandmarktes Kind. In erster Linie kann ich an dieser Haltung jedoch mit Überzeugung festhalten, da ich weiß, dass es mittlerweile sehr intelligente Alternativen gibt. Doch welche sind das?

Es fällt mir mittlerweile zunehmend schwer, Debatten rund um das Thema Nachhaltigkeit und Geldanlage mit der nötigen Ernsthaftigkeit zu verfolgen. Zu linear und absehbar verlaufen diese Auseinandersetzungen entlang von Online-Diskussionen, Zeitungsartikel oder Stammtischrunden. Dabei werden mutige Pioniere und Innovatoren rund um nachhaltige Geldanalgen immer mit denselben Argumenten abgestraft.  Aus diesem Grund entschied ich mich persönlich für eine etwas kontroverse Vorgehensweise. Ich habe aufgehört zu diskutieren und begonnen mich mit jenen zu vernetzen, die konkrete und lösungsorientierte Ansätze liefern. Was habe ich dabei gelernt?

Spannende Pioniere rund um das Thema „Green Finance“ verbindet vor allem die Gemeinsamkeit bestehende menschliche Eigenschaften und Bedürfnisse nicht grundsätzlich in Frage zu stellen, sondern vielmehr bewusst an diesen anzusetzen und mit Thema Nachhaltigkeit intelligent in Verbindung zu bringen. Das bestehende Angebot am Markt ist zwar noch weitgehend beschränkt, viele Finanzinstitutionen bauen diese Bereiche jedoch kontinuierlich aus. Neben Ökokrediten und Ethiksparbüchern lassen sich am heimischen Markt mittlerweile auch zahlreiche Nachhaltigkeitsfonds ausmachen. Rendite und Ethik stehen dabei nicht mehr im Widerspruch,  sondern können vielmehr miteinander kombiniert werden. Neben klassischen Nachhaltigkeitsprodukten werden dabei zunehmend auch innovative Produkte wie den Social Impact Bonds ins Leben gerufen, deren Rendite etwa an die Resozialisierungsquote von Häftlingen gekoppelt ist.

Innovationen verändern unsere Einstellung zu Rendite und Nachhaltigkeit

Ob es sich nun um ein neues Stadtviertel oder eine neue Anlegerklasse handelt, so müssen stets einige sogenannter „First Mover“ für die nötige Marktdurchdringung neuer Konzepte gefunden werden. Dabei sollten endlose Debatten über den potentiellen Nutzen und Ertrag nachhaltiger Geldanlagen konkreten Aktionen und Handlungen weichen. Fehler zu machen muss dabei durchaus legitim sein und nicht mit dem Scheitern einer ganzen Branche gleichgesetzt werden. Schlussendlich zählen konkrete Erfahrungswerte und echte Fortschritte.

Für weitere Auskünfte können Sie mich gerne kontaktieren: sebastian.naderer[at]finance-NEXT.com

 

Weiterführende Links:

Zeit Artikel

Ökokredite

Deutsche Ethikbank

Hermes-Österreich

Schelhammer & Schattera

Juvat

 

Über Sebastian Naderer
Sebastian Naderer ist Co-Initiator von financeNEXT und begleitet nationale wie internationale Unternehmen und Organisationen im strategischen Umgang mit Schlüsseltrends (z.B. Crowdfinance, E-Payment) der Veränderung. Naderer studierte in Österreich, Deutschland und den USA und hat neben seinem Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Kepler Universität die Berufsausbildung zum diplomierten Börsenhändler sowie zum EUREX-Clearer an den Börsen Wien, Frankfurt und Zürich absolviert. Er hält einen Master in Public-Relations und integrierter Kommunikation sowie einen MBA in Communication & Leadership.
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