Crowdfunding – Ein Beitrag für die Nachhaltigkeit

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Folgt man der Meinung aktueller politischer Debatten sowie medialer Auseinandersetzungen rund um das Thema Crowdfinance, so kann man bereits von einem Wendepunkt in der Finanzierungsfrage sprechen. Crowdinvesting-Plattformen wie Bergfürst sind in aller Munde. Doch kann dieser junge Finanztrend auch einen wertvollen Beitrag für die Nachhaltigkeit leisten? Ein Pariser Start-Up will nun den Versuch antreten.

Heini Staudinger, selbsternannter Finanzmarktrebell aus dem Waldviertel, begleitet uns nun schon eine ganze Weile. Was als trotzige Reaktion gegen die heimische Finanzmarktaufsicht begann, hat sich zu einer nationalen politischen Debatte rund um die Mittelstandsfinanzierung entwickelt. Dabei ist das Thema Crowdfinance bei Weitem kein österreichisches Phänomen, sondern breitet sich rasant in der westlichen Gesellschaft aus. Das Pariser Startup Babele versucht nun diesen Ansatz mit sozialen Anliegen zu verbinden. Das zu Grunde liegende Prinzip ist einfach. Was eine einzelne Organisation nicht zu leisten vermag, soll eine an Nachhaltigkeit interessierte Masse in die Wege leiten.  Kann das funktionieren?

Ein Pariser Startup begegnet der Nachhaltigkeit mit reichlich Innovationsgeist

Konventionelle Spendenmodelle haben viele Schwachstellen. Neben häufig anzutreffenden intransparenten Strukturen, besteht für die zu Grunde liegende Spendengemeinschaft meist keine Möglichkeit sich aktiv in Projekte einzubringen. Zudem sind die Zahlungsmodalitäten oft kompliziert und genügen  bei Weitem nicht modernen Standards. Babele stellt nun konventionelle Spendenmodelle auf den Kopf, indem die Möglichkeiten sozialer Medien bewusst in die Wertschöpfungskette integriert werden. Eine zentrale Online-Plattform ermöglicht dabei soziale Projekte nicht nur im Kollektiv zu entwickeln, sondern diese darüber hinaus auch von einer Masse zu finanzieren.

Spender/Investoren können sich damit nicht nur mittels Kleinstbeträgen an der Lösung nachhaltiger Problemstellungen beteiligen, sondern darüber hinaus auch eigene Ideen und Netzwerke in ein Projekt mit einfließen lassen. Der dadurch entstehende virale Verbreitungsprozess ist enorm. Das Bewusstsein, das durch die Verbreitung brisanter sozialer Projekte entlang der „Spenden Community“ entsteht, kann  wiederum für die Finanzierung sowie Ideenfindung neuer Projekte herangezogen werden. Dank des Einsatzes moderner Kommunikationsmittel weiß die zu Grunde liegende Community zudem bestens über die laufende Entwicklung investierter Projekte Bescheid und kann wiederum lenkend eingreifen.

Es ist eine spannende, wenngleich unbekannte Reise, die das junge Startup aus Paris mit seinem innovativen Ansatz bestreitet. Da sich das Unternehmen als offene Plattform begreift und eine Weiterentwicklung durch das Kollektiv als Grundprinzip versteht, können Sie potentielle Ideen gerne einbringen.

Für weitere Informationen zum Thema Crowdfinance sowie Babele stehe ich Ihnen unter sebastian.naderer@finance-NEXT.com gerne zur Verfügung.

Weiterführende Links:

Crowdfunding

Babele project

Initiative financeNEXT

Über Sebastian Naderer
Sebastian Naderer ist Co-Initiator von financeNEXT und begleitet nationale wie internationale Unternehmen und Organisationen im strategischen Umgang mit Schlüsseltrends (z.B. Crowdfinance, E-Payment) der Veränderung. Naderer studierte in Österreich, Deutschland und den USA und hat neben seinem Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Kepler Universität die Berufsausbildung zum diplomierten Börsenhändler sowie zum EUREX-Clearer an den Börsen Wien, Frankfurt und Zürich absolviert. Er hält einen Master in Public-Relations und integrierter Kommunikation sowie einen MBA in Communication & Leadership.
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