Die neue „Massenbewegung“ – Crowdinvesting

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Ethikfonds, Investments in Solaranlagen oder Zertifikate für nachhaltige Projekte sind zwar äußerst erstrebenswerte Geldanlagen aber einer breiten Masse schlicht und ergreifend nicht vermittelbar. Neben einem fehlenden Bewusstsein, sind es vor allem teure Nebenkosten, die eine abschreckende Wirkung erzeugen. Ethisches Crowdinvesting könnte das Thema Nachhaltigkeit nun erstmals für ein breites Publikum öffnen.

Die gegenwärtigen Innovationsprozesse kommen schon einer Finanzrevolution gleich. Das medial keineswegs mehr unbekannte Terrain des Crowdinvestings hat nun auch das Potential das Thema Nachhaltigkeit auf den Kopf zu stellen. Neu gegründete Plattformen wie crowdener.gy setzen genau an den aktuell vorherrschenden Schwachstellen (mangelhafte Transparenz, hohe Mindestbeiträge) an und wollen den Markt ganz bewusst auch für Kleinstanleger attraktiv gestalten. Wie funktioniert das?

Das zu Grunde liegende Prinzip ist sehr simpel. Potentielle Investoren können bereits mit minimalen Beträgen auf einer zentralen Plattform in unterschiedliche nachhaltige Projekte investieren. Der Investitionshorizont ist dabei beträchtlich. Neben Solaranlagen können auch Anteile an Sozialprojekten gezeichnet werden. Anleger haben nicht nur die Möglichkeit eigene Ideen in Projekte mit einzubringen, sondern können darüber hinaus auch vorhandene Netzwerke mobilisieren und damit die Bekanntheit der Investition zusätzlich ankurbeln, was wiederum positive Auswirkungen auf die Rendite zur Folge haben kann.


Die neue Macht des Crowdinvestings

Gegenwärtig hat diese neue Art der Veranlagung speziell in Österreich noch einige politische Hürden zu nehmen. Speziell die rechtliche Höhe der Prospektpflicht spaltet die politischen Lager. Gewiss scheint hingegen, dass eine immer größere Anzahl an neuen Plattformen mit spannenden und interessanten Angeboten in den Markt eintreten und damit die Möglichkeiten eigenes Geld in ökologische und ethische Veranlagungen fließen zu lassen zu nehmen. In dieser Hinsicht begreife ich auch diesen Blog als einen kleinen Beitrag zur Bewusstseinsbildung.

Weiterführende Links:

financeNEXT

crowdEner.gy

CONDA

Bergfürst

 

Über Sebastian Naderer
Sebastian Naderer ist Co-Initiator von financeNEXT und begleitet nationale wie internationale Unternehmen und Organisationen im strategischen Umgang mit Schlüsseltrends (z.B. Crowdfinance, E-Payment) der Veränderung. Naderer studierte in Österreich, Deutschland und den USA und hat neben seinem Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Kepler Universität die Berufsausbildung zum diplomierten Börsenhändler sowie zum EUREX-Clearer an den Börsen Wien, Frankfurt und Zürich absolviert. Er hält einen Master in Public-Relations und integrierter Kommunikation sowie einen MBA in Communication & Leadership.
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  • Maria S.

    Ich habe von einem Freund einen Tipp bezüglich Crowdinvesting bekommen. Kennen Sie Greenrocket? Die haben dort einige interessante Projekte am Laufen, am interessantesten fand ich persönlich das Projekt von Vegan Vital Food. Bin stark am Überlegen, ob ich da nicht selbst ein wenig Geld investieren sollte …