Privates Carsharing und Solar Roadways – die Zukunft der Mobilität

© Dan Walden

Am 9. Mai 2013 erreichten wir gemeinsam einen traurigen Rekord. Die Messstation Mauna Loa auf Hawaii stellte erstmals während eines ganzen Tages  eine CO2-Konzentration von mehr als 400 ppm (Erklärung ppm) in der Atmosphäre fest. Mich persönlich versetzte diese Nachricht in einen Schockzustand. Aber ich stecke den Kopf nicht in den Sand, denn es passiert so viel Positives auf unserer Welt. Es gibt so viele innovative Ideen und 2 möchte ich heute vorstellen:

  • Privates Carsharing

  • Solar Highways

Idee Nr. 1: Carsharing24/7- eine Plattform für privates Carsharing

Vor allem junge Leute leisten sich immer seltener ein eigenes Auto. Car2Go ist jedem bekannt, dass man sich jedoch an privatem Carsharing beteiligen kann ist neu!

Privates Carsharing ist Teil eines jungen aber rasch zunehmenden „Shareconomy“ Trends – dem Teilen und gemeinsamen Nutzen von „Gegenständen“. Mit Hilfe des Internets kann heute beinahe schon alles geteilt werden und beeinflusst die Wirtschaft damit bereits enorm. Das geteilte Auto bringt zusätzlich auch noch ökologische Pluspunkte. In Österreich ist die Internetplattform carsharing247.com die erste Carsharing Plattform dieser Art. Die Plattform ist seit Juni 2012 online und in ganz Österreich verfügbar.

Was „kann“ carsharing24/7?

Über carsharing24/7 können Autobesitzer ihr Fahrzeug zur Mitnutzung anbieten. Menschen, die kein eigenes Auto besitzen, finden hier ein Fahrzeug in ihrer unmittelbaren Umgebung. Die Leihgebühren sind sehr günstig. Die Autobesitzer können mit den Einnahmen die Fixkosten für ihr Auto reduzieren. Bereits vorhandene Autos werden effizienter genutzt. Insbesondere in den sog. carsharing24/7-Teams sinken die Nutzungsgebühren für jeden einzelnen deutlich. Im Team nutzen mehrere Personen langfristig ein Auto gemeinsam und lasten dieses so optimal aus. Außerdem erstreckt sich die Fahrzeugauswahl mittlerweile nicht nur auf Autos, sondern umfasst auch Motorräder, e-Bikes, Wohnmobile und sogar ein Segelboot.

Online findet man eine interaktive Karte zur Fahrzeugsuche, einen Kosten- bzw. Preiskalkulator zur Leihgebührbestimmung und einen Reservierungskalender der die Verfügbarkeit der Fahrzeuge organisiert und individuelle Buchungen ermöglicht. Mithilfe der Apps für Android und iPhone sind alle Funktionen auch von unterwegs aus nutzbar.

Idee Nr. 2: Solar Roadways

Stellen Sie sich die Straße als eine riesige Photovoltaikanlage vor, über die man fahren kann, die mit LEDs verbunden ist, die nachts den Weg leuchten, vor Staus warnen und Heizungsanlagen, die im Winter Glatteis verhindern. Gleichzeitig versorgt sie umliegende Häuser mit Strom oder kann dazu dienen Elektroautos über Induktion während der Fahrt aufzuladen.

Das klingt alles wie Science Fiction. Tatsächlich erhielt aber das US-amerikanische Unternehmen namens Solar Roadways bereits 2009 den Auftrag den ersten Prototyp einer Solar-Straßen Paneele herzustellen.

Seit 2011 bauen sie an einem ganzen Parkplatzprototypen, um die Paneele unter Alltagsbelastung zu testen (erste Berichte zum Prototypen).

Die Technologie ist natürlich sehr teuer. Laut der Entwickler, soll sich diese jedoch durch die Stromproduktion schnell amortisieren und sogar Gewinn abwerfen.

Jedes Paneel besteht aus drei Schichten

© Solar Roadways - Road Section

© Solar Roadways – Road Section

Straßenbelag Layer

Das Unternehmen nahm sich die „Black Box“ aus den Flugzeugen zum Vorbild, die jeden noch so schlimmen Flugzeugabsturz übersteht. Das verwendete Material bietet guten Gripp und hält Belastungen von schweren LKWs stand. Es ist wetterfest und, am wichtigsten, lichtdurchlässig. In diesem Layer befinden sich außerdem die Solarzellen, Heizungselemente und LEDs.

Elektronischer Layer

In diesem Layer kontrollieren Mikroprozessoren die Beleuchtung und Heizungselemente, erfassen den Verkehrsfluss etc.

Basislayer

Hier befinden sich Kabel, die den gesammelten Strom an umliegende Häuser und Gebäude liefern.

Kopf in den Sand stecken? Bestimmt nicht, senken wir den CO2-Ausstoß!

Weiterführende Links:

Teilen statt besitzen von Helmut Wolf

 

Über Isabell Riedl
Die Natur hat mich schon als kleines Kind fasziniert. Spätestens als ich aufgrund der Schönheit eines Tieres zu Tränen gerührt war, wusste ich, dass es meine Aufgabe ist, diese Welt und ihre Schönheit zu bewahren. Im Zuge meines Ökologiestudiums lebte ich 2 Jahre in Costa Rica, wo ich dessen Vogelwelt erforschte. Seit Mai 2012 arbeite ich nun bei der Werner Lampert Beratungs GmbH im Bereich der Nachhaltigkeit und verwalte unter anderem diesen Blog. Seit 2016 versuche ich diese Welt für mein Kind Ruben noch mehr zu schützen.
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  • Andreas

    mMn sind die Solar-Highways, wenn überhaupt, etwas für die Wüstengebiete (wie auch im Video gezeigt). Nur dort kann man genügend Energie produzieren um auch nur annähernd den Energiebedarf der Herstellung zu decken… und wenn man sich überlegt, wie viel Elektronikschrott (voll mit Schwermetallen und giftigen Substanzen) da pro km Fahrbahn verbaut wird… wer trennt die versiegelten Komponenten bei der Entsorgung… Ökologisch sinnlos!