Nachhaltigkeit in aller Munde – Bewusstes Essen

2 Männer vor einem kleinen Laden, der alte Lebensmittel verschenktPressefoto foodsharing.de

Viele reagieren bereits abgestumpft auf den Begriff Nachhaltigkeit. Dennoch hat es das Thema geschafft, Gespräche und Debatten zu prägen und voranzutreiben. Dass es einen Zusammenhang zwischen unserem Einkaufsverhalten, dem Klimawandel und der Landwirtschaft gibt, wurde uns längst vor Augen geführt. Die Frage ist nur, ob dieses Wissen bereits in unseren Köpfen angekommen ist und ob wir das auch in Handlungen für eine nachhaltigere Welt umsetzen!?

Fakt ist, es gibt zahlreiche Projekte und Ideen, wie wir nachhaltiger leben können (Definition Nachhaltigkeit). Ein Scheidepunkt dieser Vorhaben ist die Anwendbarkeit im Alltag. Aber es gibt sie – die Nachhaltigkeitsprojekte, die auf einfache und flexible Weise im alltäglichen Leben umgesetzt und integriert werden können. Wenn diese auch noch schmecken und Spaß machen, dann spricht nichts mehr gegen einen nachhaltigeren Lebensstil und bewusstes Essen. Wie Nachhaltigkeit in aller Munde aussehen kann, zeigen folgende Projekte:

Teile dein Essen

Die Internet-Plattform at.myfoodsharing.org (Deutschland: Foodsharing) zeigt wie Lebensmittel sinnvoll eingesetzt werden können. Sie unterstützt Menschen dabei, überschüssige Lebensmittel nicht zu entsorgen, sondern diese mit anderen zu teilen, eben zu „sharen“. Das bedeutet, das Essen kann verschenkt werden oder bei einer gemeinsamen „Essensverabredung“ geteilt werden. Je nach Lust und Laune – nur eines müssen die Lebensmittel nicht, nämlich entsorgt werden.

Die Grundidee hinter der Plattform ist simpel: Lebensmittel sind wertvolle Ressourcen, die nicht immer gleich weggeworfen werden müssen. Leider wird dies in der heutigen Welt – im kulinarischen Schlaraffenland – nicht mehr gesehen. At.myfoodsharing.org gibt Essen wieder den ideellen Wert, den es verdient hat. Denn Lebensmittel sind nicht nur eine Ware, sie sind vielmehr unsere Grundlage für unser Leben.

Und so einfach kann es gehen:

Quelle: foodsharing.de

Das Keks für den Weg

Einen ganz anderen Zugang zu Nachhaltigkeit haben Studenten am Karlsruher Institut für Technologie entdeckt. Sie haben einen umweltfreundlichen Deckel für den Coffee-to-go-Becher entworfen: den Cookie-to-go – die ideale Kombination aus Coffee-to-go und Keks.

Die Idee wirkt simpel. Doch in Zahlen ausgedrückt zeigt sich, dass durchschnittlich 6,5 Milliarden von diesen Deckeln jährlich in Deutschland verwendet werden. Würde man sie stapeln, wäre der Turm 32.800 Kilometer hoch. Das Problem dabei ist, dass die Deckel und Becher schließlich direkt im Müll landen.

Und an dieser Stelle kommt der Deckel aus Keks, der „Cookie-to-go“, ins Spiel: Es ist ein ganz normaler amerikanischer Cookie, der den Plastikverschluss ersetzt und auch noch gut schmeckt. Insgesamt drei Geschmacksrichtungen – eine klassische Schokovariante, eine süße in Mandel-Kirsch und ein etwas kräftiges Apfel-Haferflocken-Keks versüßen den Kaffeegenuss.

„Der Cookie-Deckel hält dicht und schmeckt, und durch das Aroma des Kaffees wird das Keks noch besser“, so die Entwickler.

Quelle: Pressefoto Cookie-to-go

Quelle: Pressefoto Cookie-to-go

Diese zwei „essbaren“ Ideen zeigen, dass bewusstes Essen, ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln Spaß machen kann. Beide Projekte haben das Potenzial flächendeckend umgesetzt zu werden. Jetzt sind wir an der Reihe diese Ideen anzunehmen und verantwortungsvoller geht’s ja kaum.

Über Isabella Schulner
Isabella Schulner wurde 1990 in Zwettl geboren und wuchs im Waldviertel auf. Sie studierte Media- und Kommunikationsberatung an der FH St. Pölten. 2015 schloss sie ihr Masterstudium Management am IMC Krems ab und bearbeitete in ihrer Masterarbeit das Thema Führungskräftekommunikation in Veränderungsprozessen. Seit Februar 2013 ist sie bei Gaisberg Consulting in Wien tätig, davor sammelte sie Berufserfahrung in diversen Praktika bei namhaften österreichischen Unternehmen wie Siemens, Wüstenrot oder Raiffeisen Ware Austria.
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