Social Business – Wie eine neue Brille und Schuhe die Welt verbessern

Wir fällen jeden Tag zahlreiche Entscheidungen – das beginnt bereits am Morgen mit welchem Fuß wir aus dem Bett steigen, was wir anziehen oder wie wir das Haus verlassen.

Aber wie oft können wir von uns behaupten, dass die Entscheidung welches Paar Schuhe oder welche Sonnenbrille wir tragen, die Welt verbessern kann?! Die Marke TOMS macht es uns vor – sie veranschaulicht welche Kraft in einer Kaufentscheidung liegt.

Wie der “Schuh” ins Rollen kam

Der Gründer, Blake Mycoskie, hat mit TOMS ein neuartiges Social Business nach dem „Buy-One-Give-One-Prinzip“ ins Leben gerufen. Das Prinzip besagt, dass für jedes gekaufte Paar Schuhe ein Äquivalent verschenkt wird. Aber nicht an irgendwen, sondern an ein Kind aus armen Verhältnissen. Auslöser für die Gründung war ein Argentinien-Besuch des Gründers, wobei er erkannt hat, dass Kinder keine Schuhe getragen haben. So entstand TOMS und mit diesem Unternehmen ein Schuh, der dazu beiträgt, die Welt für Kinder etwas schöner zu gestalten.

Eine gekaufte Brille kann viel bewirken

Mittlerweile ist das Social Business weltweit so bekannt, dass TOMS das Konzept nicht nur bei Schuhen, sondern auch bei Brillen anwendet. Für jede verkaufte Brille leistet TOMS einem notleidenden Menschen mit Sehproblemen Hilfe, denn auch hier gilt: One for One.

Gemeinsam mit der Seva Foundation unterstützt das Unternehmen lokale Organisationen, die wiederum Brillen an Bedürftige verteilen oder Behandlungen bzw. Operationen an Patienten durchführen.

Quelle: toms.comQuelle: toms.com

Erfolg auf ganzer Linie

Das soziale Nachhaltigkeit gelebt werden kann, das veranschaulicht TOMS. Und vor allem zeigt es auch, dass es für Unternehmen ein attraktives Businessmodell sein kann – denn im Fall von TOMS ist soziale Nachhaltigkeit sozusagen der USP der Marke. Die Unternehmenszahlen sprechen für sich: bereits im ersten Geschäftsjahr 2006 wurden etwa 10.000 Paar Schuhe verkauft und genau so viele verschenkt. Ende Juni 2013 hat das Social Business über 10 Millionen Paar neue Schuhe an bedürftige Kinder gespendet. Darüber hinaus hat TOMS dazu beigetragen, über 150.000 Menschen weltweit die Sehkraft wiederzugeben.

Social Business kann Großes bewirken

Social Businesses werden mit dem Ziel gegründet, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Wie auch TOMS hat Social Business das Potenzial viel zu bewirken und die Welt und ihre Menschen positiv zu beeinflussen. Auf TOMS umgelegt bedeutet das, dass ein kontinuierlicher Anstieg von Spendenbemühungen verzeichnet, größere Investitionen in die Schuhherstellung und die wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglicht sowie Feldforschungen durchgeführt wurden. Es werden aber auch laufend Produktpartnerschaften aufgebaut und gemeinnützige Unternehmen unterstützt.

“The premise is simple, but the potential to help others is huge!”

Social Businesses zeigen eines klar auf: es liegt an uns, etwas zu verändern. Unsere tagtäglichen Entscheidungen haben die Kraft das Leben anderer positiv zu beeinflussen und zu verändern. Wir müssen die Chance nur ergreifen und nutzen.

Über Isabella Schulner
Isabella Schulner wurde 1990 in Zwettl geboren und wuchs im Waldviertel auf. Sie studierte Media- und Kommunikationsberatung an der FH St. Pölten. 2015 schloss sie ihr Masterstudium Management am IMC Krems ab und bearbeitete in ihrer Masterarbeit das Thema Führungskräftekommunikation in Veränderungsprozessen. Seit Februar 2013 ist sie bei Gaisberg Consulting in Wien tätig, davor sammelte sie Berufserfahrung in diversen Praktika bei namhaften österreichischen Unternehmen wie Siemens, Wüstenrot oder Raiffeisen Ware Austria.
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