Mehr Grün für die Stadt – Urban Gardening

Dachgarten zwischen Hochhäusern

Ob für Urban Farming, Urban Gardening oder sonstige Grünflächen – langsam aber doch wachsen neue grüne Lebensräume in der Stadt. Die Grenzen zwischen Natur und urbanem Raum verschwinden und machen Platz für ein grüneres Stadtbild. Nichtsdestotrotz stehen urbane Lebensräume vor spannenden Herausforderungen.

Die Bevölkerung in den Städten wächst. Alleine der Großraum Wien wird in den nächsten 25 Jahren zu einer Drei-Millionen-Metropole heranwachsen. Aufgrund der zunehmenden Siedlungsverdichtung stehen aber gerade urbane Grünflächen zunehmend unter Druck.

Mehr Grün für die Stadt

Ist das nun ein Kampf zwischen Natur und Stadt? Nein. Ganz im Gegenteil. Zwar ziehen mehr und mehr Menschen in die Stadt, doch gleichzeitig steigen auch die Anforderungen an die Lebensqualität der städtischen Bevölkerung. Und damit auch das Verlangen nach mehr Grün in der Stadt. Ob Urban Farming oder Urban Gardening, Parkanlagen, Schrebergärten oder auch öffentliche Gemeinschaftsgärten – egal wie Grünflächen bezeichnet werden oder warum sie gegründet werden, sie verbindet ein gemeinsamer Gedanke: Mehr Grün für die Stadt!

Kein Widerspruch: Natur im urbanen Raum

Futuristisches GebäudeDass Natur im urbanen Raum erfolgreich integriert und gelebt werden kann, zeigt uns Masdar City. Die Großstadt befindet sich in der Wüstenlandschaft bei Abu Dhabi und ist die weltweit erste Ökostadt. Es werden keine Kohlenstoffdioxide ausgestoßen und zusätzlich keine Abfälle produziert.

Wien ist von diesen Zielen zwar weit entfernt, bleibt aber nicht untätig. So hat die Stadt eine Initiative für gemeinsames Gärtnern auf öffentlichen Flächen gestartet. Unter dem Motto „Säe die Zukunft. Deine Stadt treibt aus.“ sollen alle Wiener dazu angeregt werden, Grünflächen zu nutzen.

Eine Brücke zwischen Natur und urbanem Raum

Grünflächen dienen nicht nur zur Stadtbildverschönerung, sie ermöglichen auch mehr Lebensqualität: sie sind Raum für interkulturelle Begegnungen, erhöhen das psychische und physische Wohlbefinden und helfen den – oft verloren gegangenen – Bezug zur Natur im urbanen Raum wieder herzustellen. Um Grünflächen langfristig in das Stadtbild integrieren zu können, muss noch Vieles unternommen werden.

Die nachfolgende Generation hat es verdient, in einer gesunden und grünen Umwelt aufzuwachsen. Indem wir aktiv ein Zeichen setzen und die Grünflächen tatsächlich nutzen, zeigen wir auch die Notwendigkeit dieser Grünflächen auf. Nur so können noch mehr Grünräume den Rücktritt in die Stadt antreten. In diesem Sinne: eine bessere, grünere und nachhaltigere Zukunft ist gestalt- und vor allem pflanzbar. Mehr Grün für die Stadt ist definitiv eine Bereicherung für alle!

Bildquelle Artikelbild: http://www.tao.at/files/2012/07/New-York-Riverpark-Urban-Farm1.jpg

Bildquelle Masdar City: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Masdar_city_%284%29.jpg

Über Isabella Schulner
Isabella Schulner wurde 1990 in Zwettl geboren und wuchs im Waldviertel auf. Sie studierte Media- und Kommunikationsberatung an der FH St. Pölten. 2015 schloss sie ihr Masterstudium Management am IMC Krems ab und bearbeitete in ihrer Masterarbeit das Thema Führungskräftekommunikation in Veränderungsprozessen. Seit Februar 2013 ist sie bei Gaisberg Consulting in Wien tätig, davor sammelte sie Berufserfahrung in diversen Praktika bei namhaften österreichischen Unternehmen wie Siemens, Wüstenrot oder Raiffeisen Ware Austria.
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