Bemühen um die beste Qualität – Interview mit Werner Lampert

Bärtiger Mann am Wiener Graben

Werner Lampert war an der Entwicklung der Hofer-Bio-Linie Zurück zum Ursprung als auch der REWE International AG-Eigenmarke Ja! Natürlich federführend beteiligt. Seit den 1970er-Jahren beschäftigt sich der Biopionier intensiv mit biologischem Anbau, 1998 gründete er die Werner Lampert BeratungsGmbH und kümmert sich seither mit einem Expertenteam um Entwicklung, Erzeugung und Vermarktung nachhaltiger, lebensfördernder und massentauglicher Bioprodukte und Bio-Marken.

Artikel erschienen im BIOMAGAZIN 01/14

Herr Lampert, passen Bio und Masse überhaupt zusammen?

Bio-Masse geht selbstverständlich nicht. Trotzdem ist es mein Traum und auch der Antrieb meines Tuns, unserer Bevölkerung Bio-Qualität zu bieten. Jeder Mitmensch in unserem Land sollte sich bestmöglich ernähren können. Und dabei gibt es einfach keine Alternative zu Bio. Deshalb möchten wir jeden Österreicher mit Bio ernähren können.

Sie haben mit „Prüf Nach!“ ein eigenes Qualitätszeichen entwickelt. Wie unterscheidet sich dieses von anderen Bio-Gütesiegeln?

Gelbes Logo Prüf NachPrüf Nach! ist eine Weiterentwicklung meines holistischen Zuganges zu Bio und zeichnet die Zurück zum Ursprung-Produkte aus: höchste Bio-Qualität, Regionalität, Transparenz und Nachhaltigkeit. 
Beste Rohstoffe aus der Region dienen als Basis für hochwertige Lebensmittel – und zwar für Lebensmittel, die bis zum Bauernhof rückverfolgbar sind. Dies ist weltweit einzigartig. Konsumenten haben ein Recht zu wissen, von wem und woher die Produkte kommen und wie sie produziert werden.

Sie haben zwei der erfolgreichsten Bio-Marken Österreichs bzw. Europas (mit-)entwickelt. Entschuldigen Sie die Frage, aber wie haben Sie dabei sichergestellt, dass die eine der anderen nicht den Rang abläuft?

Bei Bio besteht kein Konkurrenzverhalten. Bio ist ein Bemühen um die beste Qualität. Da ist man sich nicht Feind, sondern stets Lernender.

Woher „rührt“ eigentlich ihre Mission, Produkte von einzigartiger Qualität zu entwickeln, die nachhaltig und transparent hergestellt werden?

Bio gehört mit Regionalität, mit regionaler Wertschöpfung verknüpft. Nur ein faires, kooperatives und transparentes Handeln öffnet uns eine lebenswerte Zukunft. Ich will gesunde Lebensmittel. Und diese können nur von einer in ihrer Haltung gesunden Landwirtschaft, von gesunden Böden, von gesunden Tieren und aus einer nachhaltig geführten Landwirtschaft stammen. Davon bin ich überzeugt! Das ist es, woran wir arbeiten, und das ist auch der Grund, weshalb ich die Werner Lampert BeratungsGmbH gründete.

Bärtiger Mann mit 3 saftpackungen und Handy

Über Christiane Mähr
1978 in Feldkirch geboren, gute zwei Jahrzehnte später IWW in Innsbruck und Maastricht (NL) studiert und 2003 wieder ins Ländle zurückgekehrt, wo ich seither lebe und schreibe: erst im Marketing- und Kommunikationsbereich, dann in der PR-Branche und seit 2011 als freie Journalistin und Texterin sowie Kommunikationsberaterin – kurz und gut: christianeschreibt. Mein Fokus liegt auf dem Gesundheits- und Medizinbereich (von „Gesünder Leben“ und „Gesundheit“ bis zu verschiedenen Fach- und Kundenmagazinen), unter anderem schreibe ich aber auch für das Onlineportal wirtschaftszeit.at und das Biomagazin. Und sonst? Ich liebe es, aus guten Lebensmitteln leckere Gerichte zu zaubern, Gemüse zu Suppen, Eintöpfen und Co. zu verarbeiten oder auch mal „sündhaft süße“ Cupcakes, Cookies und Kuchen zu backen. Außerdem liebe ich New York City, meine Yogamatte und meinen Mann.
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  • Mir gefällt vor allem der Absatz mit Klasse statt Masse.Im Moment ist leider Bio nicht in Masse zu erhalten.Es sollte aber das Ziel sein.Wenn dieses Ziel erreicht ist hat der lange Weg,den diese Biobewegung langsam anschlägt ein Ende.Gott sei Dank gibt es Bioverbände die noch strengere Regeln an den Tag legen als der Gesetzgeber es fordert.Nur so hat die Menschheit und seine Umwelt eine Chance fuer die Zukunft.Bio ist kein voruebergehender Trend fuer ein paar Oekofreaks,sondern eine lebensnotwendige und langsame Abwendung von grundlegenden Fehlern,die uns leider immer noch verfolgen und belasten.Wir sind auf einem Weg,der auf jeden Fall weiter beschritten und ausgebaut werden muss.Dazu bedarf es aber Menschen die Bio ganzheitlich sehen und dieses Thema zur Lebensphilosophie machen.Nachfolgende Generationen werden es uns danken.