40 Tage Fastenzeit – warum nicht vegan fasten?

Hübsch angerichtetes Kartoffelgericht mit WurzelgemüseTahin-Kartöffelchen auf Curry-Wurzelgemüse-Bett

Einmal im Jahr ist in der christlichen Tradition eine offizielle Fastenzeit angedacht. In der katholischen und evangelischen Kirche beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch und endet 40 Tage später an Ostern.

Es gibt verschiedene Formen des Fastens, denen allen eines gemein ist: Der Verzicht. Ich habe im vergangenen Jahr auf helles Mehl, Kristallzucker und Alkohol verzichtet und werde auch in diesem Jahr die Fastenzeit nutzen, auf Genussmittel zu verzichten.

Auch wenn ich keine praktizierende Christin bin, finde ich die Fastenzeit eine gute Möglichkeit, sich ein Stück weit aus der heutigen Überflussgesellschaft zurückzuziehen und sich durch den bewussten Verzicht auf sich selbst zu besinnen. Die Fastenzeit endete zumindest für mich nicht aprupt an Ostern und danach war alles wie zuvor – vielmehr transportierte ich einige Erfahrungen in meinen Alltag. Positiver Nebeneffekt des vergangenen Jahres Fastenzeit war, dass ich seitdem mehr Vollkornprodukte esse, was mir und meiner Gesundheit zu Gute kommt.

Da ich mich seit über anderthalb Jahren vegan ernähre, ist der Verzicht auf tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier oder auch Honig in meinem Leben kein Phänomen der Fastenzeit. Doch im Gespräch mit meiner Freundin Mia, deren Familienmitglieder orthodoxe Christen sind, erfuhr ich, dass ihr Vater während seiner Fastenzeit jährlich auf alle tierischen Erzeugnisse verzichtet. In der russisch-orthodoxen Kirche ist veganes Essen während der Fastenzeit also die übliche Ernährungsform.

Auch wenn veganes Essen für mich keine Form des Verzichtes darstellt, ist es dennoch interessant zu wissen, dass eine rein pflanzliche Ernährung während der Fastenzeit eine anerkannte und praktizierte Form in einer Form des Christentums ist, wobei ich das Christentum deshalb als Beispiel wähle, da es die in Deutschland am weitesten verbreitete Religion ist und ich selbst ebenfalls christlich erzogen wurde.

Fasten macht den eigenen Konsum bewusst. Es bietet die Chance, sich mit den Gewohnheiten auseinanderzusetzen und besonders liebgewonnene Marotten – ganz gleich, ob diese die Ernährung oder andere Bereiche betreffen – auf den Prüfstand zu stellen.

Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust, die kommende Fastenzeit zu nutzen, auf tierische Produkte zu verzichten – ich werde in diesem Jahr einen großen Schritt fort von meiner liebsten Gewohnheit gehen und in den 40 Tagen der Fastenzeit neben Alkohol, Kristallzucker und Weißmehl auch auf das Fernsehen vor 20:15 verzichten – für mich als Studentin, die sich gerade in den Semesterferien befindet, ist dies ein ziemlich großer Verzicht ;)

Wem nun adhoc nicht einfällt, wie man sich 40 Tage vegan, abwechslungsreich und gesund ernähren kann, dem gefallen vielleicht die folgenden Rezeptideen. Ansonsten verweise ich auf die weiterführenden Links, hinter denen sich vegane Rezeptblogs verbergen.

Rezepte für eine vegane Fastenzeit

Hübsch angerichtetes Kartoffelgericht mit Wurzelgemüse

Tahin-Kartöffelchen auf Curry-Wurzelgemüse-Bett

Hübsch angerichteter Teller mit Bohnengemüse und 2 Magarinebroten

Cowboy-Bohnen

Hübsch angerichteter Teller mit Polenta, Pilzen und Salat

Gebratene Pilz-Polenta

Köstlich aussehender veganer Muffin

Haferflocken-Apfel-Muffins

 

 

 

 

 

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, freue ich mich sehr über ein Feedback – gerne unter diesem Beitrag oder auf meinem Blog Frau Schulz …wird vegan.

Autorin

Junge dunkelhaarige hübsche Frau

Frau Schulz: 26 Jahre bin ich alt. Vegan seit einiger Zeit, mit Leib und Seele, voller Begeisterung und Motivation. Lesend seit einiger Zeit mehr, ebenso begeistert davon. Trinke gerne Tee an kalten Herbsttagen, streichele die Kater und pflege meine Liebe zu dänischen Filmen wie „Adams Äpfel“ oder „In China essen sie Hunde“ (wie passend!). Gefühlte 90 % meines Lebens verbringe ich auf meinem Rad – zumindest, bis der erste Frost kommt.

Weiterführende Links:

Lust auf mehr? Dann stöbert doch ein bisschen auf diesen Blogs:

mein Blog – vor allem alltagstaugliche Küche, die in einen Studentenhaushalt passt

von veganen Burgern bis schnellen Pastarezepten ist alles dabei

immer wunderschön präsentierte Gerichte, die stets gästetauglich sind

viele rohvegane Rezepte, aber auch Hintergrundinformationen über veganes Essen und Leben

wunderschön hergerichtetes Essen – alle nachgekochten Rezepte haben einfach herrlich geschmeckt und sind nicht nur ein Augenschmaus

alltagsfeste Küche, die Lust auf mehr macht

die vegane Backfee Stina präsentiert hier allerlei süßes Naschwerk – vielleicht nicht fastentauglich, aber die Kuchen lohnen eine kleine Sünde ;)

Sweets for my sweets lautet auch Angies Motto – gesund darf es dennoch sein

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