Es grünt so grün in Wien

Wien soll grüner, nachhaltiger und biologischer werden – erste Anfänge gibt es bereits. Sie sind zwar derzeit wenig bis kaum bekannt, tragen aber dazu bei, dass Wiens Lebensqualität weiter ausgebaut wird.

„Wien ist die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität“, schreibt der Standard. Unsere österreichische Hauptstadt ist eine der lebenswertesten der Welt – so die Mercer Studie 2014. Viele verschiedene Faktoren beeinflussen das Ranking – umweltorientierte, politische, soziale und auch wirtschaftliche Aspekte sind dabei relevant. Es gibt dennoch Raum für Verbesserung: die Stadt soll nun grüner und nachhaltiger werden.

Nachhaltige und ökologische Wohnräume in Wien

Blick über dunstiges Wien, Windräder im HintergrundDas größte Stadtentwicklungsgebiet Europas – die Seestadt Aspern im 22. Wiener Gemeindebezirk – wird zum realen Schauplatz und Anwendungsgebiet für nachhaltige und ökologische Wohnträume. Hier wird versucht, dem einhaltenden Energieverbrauch und dem damit einhergehenden CO2-Ausstoß von Großstädten entgegenzuwirken.

Dass dieses Engagement der Stadt Wien absolut notwendig ist, zeigt der hohe Energieverbrauch von herkömmlichen Städten – sie verbrauchen rund 75 Prozent der Energie und stoßen 80 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen aus – Tendenz steigend. (Quelle: http://www.4sustainability.de/energie-undstaedte/hintergrund.html)

100 Prozent biologische Landwirtschaft in Wien

Doch auch in Sachen biologische Landwirtschaft werden in Wien Maßnahmen gesetzt. Derzeit werden in Wien 18% der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet. Dieser Anteil soll nun bis 2030 ausgebaut werden. Dafür setzt sich die Initiative 100% Bio für Wien ein. So soll sichergestellt werden, dass Lebensmittel, die in der Stadt Wien angebaut wurden, biologisch sind.

Ein Garten für jedermann

Erste Anfänge zeigen sich auch beim Stadtbild selbst. Das Jungunternehmen „stadtbeet“ widmet sich intensiv dem Thema „urbane Gärten“. Sie möchten damit das Stadtbild insgesamt grüner gestalten. „stadtbeet“ gibt denjenigen eine Chance auf etwas Natur, die auch mitten in der Stadt nicht auf den eigenen Garten verzichten wollen. Auf der Website kann alles angefangen von Saatgut über Stecklinge aus regionaler Produktion bis zu Blumenerde und vieles mehr bestellt werden. Aber auch persönliche Betreuung und Information kommen nicht zu kurz: ein Stadtbeet-Aufbauhilfe-Service sowie jede Menge Rat und Motivation wird angeboten.

 

Diese Auswahl an Ideen und Maßnahmen ist nur ein Ausschnitt dessen, was bewirkt werden kann, wenn man sich ernsthaft dem Thema Nachhaltigkeit widmet. Obwohl jede Idee einen anderen Zugang zu diesem Thema hat, bewirken sie alle, dass das Wiener Stadtbild grüner, nachhaltiger und lebenswerter wird. Fakt ist, dass vor uns noch ein grüner, wenn aber auch steiniger Weg liegt, den wir noch beschreiten müssen.

Über Isabella Schulner
Isabella Schulner wurde 1990 in Zwettl geboren und wuchs im Waldviertel auf. Sie studierte Media- und Kommunikationsberatung an der FH St. Pölten. 2015 schloss sie ihr Masterstudium Management am IMC Krems ab und bearbeitete in ihrer Masterarbeit das Thema Führungskräftekommunikation in Veränderungsprozessen. Seit Februar 2013 ist sie bei Gaisberg Consulting in Wien tätig, davor sammelte sie Berufserfahrung in diversen Praktika bei namhaften österreichischen Unternehmen wie Siemens, Wüstenrot oder Raiffeisen Ware Austria.
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