1 Monat ohne Plastik und verarbeitete Lebensmittel, wer nimmt die Herausforderung an?

Spargel auf einem Teller mit Brotkrümeln und Salat

Mitmachen! Santa Meyer-Nandi und Anna Meyer führen seit mehreren Monaten Selbstversuche zu einem nachhaltigen Lebensstil. Berichtet wurde darüber vor einigen Tagen. Im August wenden sie sich ihrer nächsten Challenge beziehungsweise gleich zweien zu und rufen Sie dazu auf mitzumachen! Erstens wird die Plastikdiät erneut aufgenommen und dazu kommt eine Challenge namens „Zurück zum Ursprung“.

Die „Back to the roots“ Challenge

Nahaufnahme von einem Kochtopf in dem eine Frau mti einem Holzlöffel rührtSanta Meyer-Nandi und Anna Meyer, kurz Meyer & Meyer wollen zurück zum Ursprung. Inspiration fanden sie in dem Buch „Essen Sie nichts, was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte von Michael Pollan“. Dieser Titel sagt schon viel über die August-Aufgabe aus.
Das Ziel ist es nur noch unverarbeitete Lebensmittel zu verzehren und alles selbst zu kochen. Müsliriegel und Fertig-Saucen werden dieses Monat nicht konsumiert! Erstere sind sowieso in Plastik verpackt – was mit der zweiten unten erwähnten Challenge nicht zusammen passt. Zusätzlich orientieren sich Meyer & Meyer an einem Leben von vor etwa 100 Jahren. Das heißt, dass Kaffee, tierische Produkte, Südfrüchte und Schokolade dieses Monat nur selten bis gar nicht zum Speiseplan zählen.

Warum die Plastikdiät?

Landschaft übersät mit PlastikmüllEin Monat auf Plastik zu verzichten ist sehr schwierig. Die Buchautorin und Fernsehjournalistin Sarah Schill schilderte dies schon sehr amüsant in ihrem Buch „Anständig leben“. Gründe auf Plastik zu verzichten gibt es zahlreiche.
Plastik verunreinigt unsere Umwelt. Mikroskopisch kleine Partikel finden sich bereits in allen Gewässern dieser Erde bis zu den Bergspitzen des Himalayas, sind in Muttermilch und im Blut nachweisbar. Ein sichtbarer Müllteppich in der Größe Zentraleuropas überzieht den Pazifik. Ein häufig verwendeter Inhaltstoff namens Bisphenol A, der Plastik weich und flexibel macht, wurde besonders durch den Film Plastic Planet bekannt und wirkt erbgutschädigend, hormonell und krebserregend.
Meyer&Meyer machen aus der Plastik Challenge ein Gesellschaftsspiel (jeder kann den Grad der Konsequenz selbst festlegen…):

  1. Keine Produkte in Plastikverpackung oder Plastikprodukte jedweder Art kaufen.
  2. Tüten/Sackerl , Strohhalme, etc. immer vorab ablehnen.
  3. Glas- und Papierverpackung nur verwenden, wenn Alternativen fehlen.

Hilfreiche Tipps, wie man Plastik vermeiden kann, finden Sie hier.
2 zusätzliche Tipps vom Werner Lampert Blog sind Bambuszahnbürsten und Bio-Strohhalme.

Wer macht also mit?

Trauen Sie sich diese Herausforderungen für den Monat August zu? Sie müssen ja nicht zu 100% konsequent sein. Sinn ist es, ein Bewusstsein zu entwickeln und selbst mit kleinen Schritten anzufangen!
Alle Details zur Challenge von Meyer&Meyer finden Sie hier.

Weitere Infos und jede Menge Interaktion finden Sie auch auf der Facebookseite „Die Nachhaltigkeitschallenge 2014„, über Twitter unter @Finding_S und über den Blog der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Und ja, einen Hashtag gibt es auch: #FS_NC14

Über Isabell Riedl
Die Natur hat mich schon als kleines Kind fasziniert. Spätestens als ich aufgrund der Schönheit eines Tieres zu Tränen gerührt war, wusste ich, dass es meine Aufgabe ist, diese Welt und ihre Schönheit zu bewahren. Im Zuge meines Ökologiestudiums lebte ich 2 Jahre in Costa Rica, wo ich dessen Vogelwelt erforschte. Seit Mai 2012 arbeite ich nun bei der Werner Lampert Beratungs GmbH im Bereich der Nachhaltigkeit und verwalte unter anderem diesen Blog. Seit 2016 versuche ich diese Welt für mein Kind Ruben noch mehr zu schützen.
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  • Auf Plastik zu verzichten, ist meines Erachtens nicht nötig. Man kann das Plastik auch gut entsorgen. Bis ins Meer kommt es von Österreich sowieso nicht. Das Mikroplastik in Zahnpasten und Kosmetika sowie die Plastikfasern, die sich aus Fleece-Pullovern auswaschen, sind hingegen tatsächlich ein Problem. Schadstoffe können in Holz und anderen natürlichen Stoffen ebenso enthalten sein. Grundsätzlich ist es sinnvoll, nichts unnötig zu verbrauchen, sei es Plastik oder ein anderes Material.

    Ausführlichere Analyse auf meiner Website: http://sedl.at/Plastik