Alle Kräfte bündeln – gegen Ökozid

Modellerdkugel mit Pflanzen etc.

Umweltzerstörungen können so massiv sein, dass sie über Jahre und Jahrzehnte Menschen und andere Lebewesen negativ beeinflussen. Seit einigen Jahren wird der Ausdruck Ökozid geprägt, mit dem nun solche Zerstörungen betitelt werden. Sei es der Nuklearunfall in Fukushima oder die in Vietnam eingesetzte Entlaubungswaffe Agent Orange, die Verursacher wurden bis heute nicht oder zu wenig zur Verantwortung gezogen.

Als Grafikerin und Malerin, aus Wien stammend, lebe ich seit 35 Jahren in einem kleinen Dorf nahe der tschechischen Grenze, in der Stadtgemeinde Hardegg, und dem Nationalpark Thayatal, wo ich mich ehrenamtlich um Kulturvermittlung kümmere. Ich organisiere Ausstellungen, Kinderprojekte und leite eine Malgruppe.

Die Natur und unsere Umwelt lagen mir immer schon am Herzen, ich teile mit vielen die Sorge um unsere Welt, die Klimaveränderungen und das Artensterben. Umweltkatastrophen, wie z.B. in Fukushima oder der Bau des Megastaudamms Belo Monte in Brasilien, durch den der Lebensraum der indigenen Bevölkerung, u.a. in der Diözese Xingu des österreichischen Bischofs Erwin Kräutler, zerstört wird, machen mich sehr betroffen. Ich sehe mich als Multiplikatorin, die immer wieder besorgniserregende und bedrohliche Fakten weitergibt, in den Social Medien verbreitet und zum Protest aufruft!

Polly HigginsAls ich durch einen Zeitungsartikel über die „Erdentage“ in Wien von der britischen Journalistin Polly Higgins und ihrem Anliegen hörte, ein kleines Land möge die Vorreiterrolle übernehmen und ihr Ansuchen eines Gesetzentwurfs gegen Umweltverbrechen bei der UNO zur Abstimmung bringen, hat mich das sehr bewegt.
Nachdem ich schon oft Avaaz-Petitionen unterschrieben hatte, startete ich ganz spontan und reichlich „naiv“ im Mai 2013 meine erste eigene Petition.

Meine Petition ist auf Deutsch verfasst – leider kann ich nicht Englisch – und mein Bekanntenkreis ist nicht sehr groß, sodass bis heute gerade einmal 1493 Menschen unterschrieben haben – nicht nur ÖsterreicherInnen, sondern auch Menschen aus anderen Ländern. Trotzdem bin ich stolz auf dieses Ergebnis und vielleicht werden es ja noch mehr!

Polly Higgins nennt 2015 als ein Schlüsseljahr, weil da das Römische Statut (Kodifizierung-Dokument für internationale Verbrechen gegen den Frieden) überprüft werden kann, es können Änderungen und Ergänzungen eingebracht werden.

Daher werde ich meine Petition dann auch an unseren Bundeskanzler und den Außenminister übergeben, mit der Bitte sich bei der UNO-Hauptversammlung dafür einzusetzen, dass über Ökozid als Gesetz abgestimmt wird.

Frau hält ihre Hände ins Foto, die Aus Gras bestehenInzwischen gibt es von vielen Seiten Unterstützung für die Idee von Polly Higgins, eine EU-Petition und auch eine englische Avaaz-Petition. Ich finde man müsste all diese Aktionen bündeln, um eine größere Durchschlagskraft zu erreichen! Oder man unterstützt einfach alle Initiativen – denn wenn viele Stimmen sich erheben, werden sie auch gehört. Dann, so hoffe ich, können die Verantwortlichen an den Schalthebeln nicht mehr ihre Ohren verschließen, sondern müssen handeln! Für unsere Erde und unsere Zukunft!

Möchten Sie, dass sich Österreich dafür einsetzt, dass Ökozid als Verbrechen gegen den Frieden definiert wird? Dann unterschreiben Sie jetzt die Petition.

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Autorin

Ältere Frau mit sehr strahlendem LächelnRosi Grieder-Bednarik, Mag.art., geboren und aufgewachsen in Wien, Grafik-Studium an der Universität für Angewandte Kunst, danach freischaffend, lebt seit 1976 in Pleissing/Stadtgemeinde Hardegg in unmittelbarer Nähe des Nationalparks Thayatal.
Veröffentlichung von Kinderbüchern {zB. »Elefasch«, »Der Thayawassermann und die Feenkönigin«) und eines historischen Bildbandes »Leben im Dorf – Dorf{an)sichten«.
Seit 2000 in Pension, initiiert, gestaltet und leitet sie Kunst- und Kulturprojekte in ihrer Heimatgemeinde (KULTUR•PUNKT HARDEGG – die kleinste Galerie in der kleinsten Stadt Österreichs, das Guckkastenmuseum und die Aquarellmalgruppe Hardegg). Besonders gern führt sie auch Projekte mit Kindern durch, zuletzt 2014 »WUNDER:NATUR-MASCHINE« im Rahmen des NÖ Viertelfestivals. Sie ist Gründerin und Obfrau des Kulturvereins h{ART}egg.

Links:

Malreise Tschechienwww.kulturpunkt-hardegg.com
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Aquarelle der Autorin

Über GastautorIn
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