Tiere haben eine Seele

Jeder Mensch, der mit Tieren lebt, weiß und erfährt es jeden Tag aufs Neue, Tiere haben eine Seele, ein große, sehr große Seele.

Mahatma Gandhi hat es für die Kühe so ausgedrückt: Die Kuh bedeutet für mich die ganze nicht menschliche Welt. Der Mensch wird durch die Kuh dazu geführt, sein Eins- und Gleichsein mit allem, was lebt, anzuerkennen. In der Kuh begegnet uns der Ruf aus den tiefen Schichten unserer Schöpfung und das umso zwingender, als es wortlos bleibt.
Das ist es, was wir von den Rindern, den Kühen lernen dürfen und dann noch die unerschütterliche Gelassenheit.

Da Tiere eine Seele haben, folgt, Tiere nehmen Schmerzen so wahr, wie wir Menschen. Tiere sind genauso schmerzempfindlich. Nehmen wir Lebensmittel zu uns, die aus der Massentierhaltung kommen, nehmen wir mit dieser Nahrung das ganze Elend dieser gequälten Kreaturen in uns auf, in unseren Körper, in unsere Seele.

Woher beziehen wir die Legitimität unseres Umgangs mit den Tieren? In dem wir uns von unserer Herkunft, von der Natur abschneiden. Die Gebrauchsfähigkeit der Tiere und der ökonomische Gewinn leiten uns in unserem Umgang mit den Tieren.
Lag die Jahresdurchschnittsmenge der Milch pro Kuh 1970 noch bei 4400kg, sind wir heute bei 8500kg und es steigt und steigt sehr schnell.

Soja, Mais, sprich Proteine, und Propylenglykol, ein Derivat aus der Petorindustrie, ermöglicht diese Steigerung, diesen Ausbeutungsgrad.

Kitzbüheler Kühe mit HörnernRinder sind Raufutterfresser! Sie haben die wunderbare Eigenschaft aus Gras und Heu Milch zu produzieren. Kühe müssen für die Milchproduktion Menschen nichts wegfressen. Aber der Wahn der Menschen versucht Kühe zu Proteinfressern umzupolen.
Ein Tun bei dem es nur Verlierer gibt: Die Kühe haben Entzündungen, da sie mit der proteinreichen Nahrung nicht zu Rande kommen, die Umwelt wird zerstört – siehe Sojaerzeugung in Südamerika. Die Qualität der Milch lässt nach und die Rinder fressen den Menschen die Nahrung weg.

Die Lebensdauer ist in dieser Haltung sehr eingeschränkt, nach 2,5 Laktationen ist es vorbei, geben Leber und Nieren auf.

Bei den Schweinen ist der Gebrauchscharakter noch ausgeprägter- tägliche Zunahme 780g. In 6 Monaten werden sie geschlachtet. Die Zucht auf Magerfleischanteil führt zu Belastungsmyopathien wie z.B. Muskeldegenerierung, massive Störungen des Herz-Kreislaufsystems, zu Osteochondrose, die wiederum heftige Schmerzen hervorrufen. Osteochondrosen haben mit der Schnellwüchsigkeit zu tun. Das Skelett kann mit dem schnellen Muskelwachstum nicht mithalten.

Bei den Hühnern, mein Gott, ein einziges Elend. Neben den Schweinen, die am ärgsten der totalen Ausbeutung ausgelieferte Tierart.

Habt Erbarmen und kehrt um!

Das Maß unseres Mitgefühls bestimmt das Maß unseres Menschseins.

Über Werner Lampert
Werner Lampert (geboren 1946 in Vorarlberg/Österreich) zählt zu den Wegbereitern im Bereich nachhaltiger Produkte und deren Entwicklung in Europa. Der Biopionier beschäftigt sich seit den 1970er-Jahren intensiv mit biologischem Anbau. Mit Zurück zum Ursprung (Hofer) und Ja! Natürlich entwickelte er zwei der erfolgreichsten Bio-Marken im deutschen Sprachraum.
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