Die etwas andere Klimaschutz-Kampagne

Kurzhaarige Frau steht an Pult und spricht© BMUB/Sascha Hilgers

In Deutschland gibt es seit einigen Tagen kuriose Spots, die zum Schmunzeln anregen sollen. Das Bundesumweltministerium will mit bizarren Situationen – beispielsweise mit Zombie-Attacken und einer peinlichen Sex-Szene – vor allem junge Deutsche für den Klimaschutz gewinnen.

Warum jagen Zombies den Hausherren durch den Gartenhäcksler? Was hat das Liebesleben der Eltern mit Klimaschutz zu tun? Und wie kann eine Blondine zum Klimaschutz animieren? Diese Fragen werden in drei neuen Spots des Deutschen Bundesumweltministeriums beantwortet. „Zusammen ist es Klimaschutz“ so lautet die zentrale Botschaft in jedem Spot. Die ungewöhnliche Werbekampagne zeigt auf, wie jeder relativ simpel Maßnahmen zum Klimaschutz in seinen Alltag integrieren kann. Ein großer Beitrag zum Klimaschutz kann dann geleistet werden, wenn jeder mithilft und das bedarf oft nur einer kleinen Veränderung des derzeitigen Lebensstils.

„Viele Menschen glauben, sie könnten alleine doch nichts fürs Klima tun. Unsere Kampagne zeigt, dass das nicht stimmt. Viele Einzelne können durchaus etwas für den Klimaschutz bewegen. Die zentrale Botschaft ist: Klimaschutz braucht alle. Jeder kann seinen Beitrag leisten. Schon ganz einfache Dinge können helfen. Getreu der Devise: Zusammen ist es Klimaschutz“, so die Umweltministerin Barbara Hendricks in einer Presseaussendung.

Die Spots sind nur ein Bestandteil der Kampagne „Zusammen ist es Klimaschutz“, kurz #ziek. Jede Woche gibt das Umweltministerium Tipps und Hintergrundinformationen zu bestimmten Themen und zusätzlich werden Bloggerinnen und Blogger porträtiert, die aus ihrem bewusst ökologisch und nachhaltig gestalteten Leben erzählen.

Auch wenn die Videos teilweise kontrovers im Internet diskutiert werden, leisten sie dennoch einen wichtigen Beitrag. Denn die Zugriffszahlen der letzten Tage sprechen für die Kampagne: mehrere Hunderttausend haben die Kampagne im Internet gesehen und beschäftigen sich dadurch mit dem Thema „Klimaschutz“. Bleibt nur zu hoffen, dass die Kampagne nicht nur angesehen wird, sondern auch wirkt und jeder seinen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Denn um die von Menschen verursachte Erderwärmung zu reduzieren, sind wir alle gefragt: Nicht nur Politik, Wirtschaft und Gemeinden, sondern schließlich auch wir, die Verbraucherinnen und Verbraucher.

Link zu den Spots:

Über Isabella Schulner
Isabella Schulner wurde 1990 in Zwettl geboren und wuchs im Waldviertel auf. Sie studierte Media- und Kommunikationsberatung an der FH St. Pölten. 2015 schloss sie ihr Masterstudium Management am IMC Krems ab und bearbeitete in ihrer Masterarbeit das Thema Führungskräftekommunikation in Veränderungsprozessen. Seit Februar 2013 ist sie bei Gaisberg Consulting in Wien tätig, davor sammelte sie Berufserfahrung in diversen Praktika bei namhaften österreichischen Unternehmen wie Siemens, Wüstenrot oder Raiffeisen Ware Austria.
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