Frühjahrsputz – ja, aber richtig

In einer Ecke stehen mehrere Putzmittel und Putzgeräte

Die Temperaturen steigen, tagsüber kann man nun endlich die Fenster sperrangelweit geöffnet lassen ohne Frieren zu müssen und auch die Sonne kommt raus und rückt so manches ins Tageslicht: der Frühjahrsputz ist angesagt :-)

Dazu haben wir für euch ein paar Tipps zusammengestellt, damit ihr ökologisch und vielleicht sogar mit etwas Freude mit dem Putzen loslegen könnt.

  1. Weniger ist mehr
  2. Wenn putzen, dann richtig
  3. Tipps & Tricks

1 Weniger ist mehr

Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts waren Bakterien und Viren weitestgehend als Krankheitserreger unbekannt. Dementsprechend  unbeachtet blieb Hygiene im alltäglichen Leben oder sogar in medizinischen Einrichtungen. Heutzutage ist es in den Industriestaaten genau umgekehrt. Musste sich unser Immunsystem früher ständig gegen Krankheitserreger, Pilze und Parasiten wehren, wachsen wir heute in einer vergleichsweise sterilen Umgebung auf.

Dies dürfte laut Wissenschaftlern der Grund für den Anstieg von Allergien sein. Das Abwehrsystem, bestehend aus Immunzellen, Antikörpern und Botenstoffen, wird nicht mehr trainiert und sucht sich harmlose Ziele.

Zu viel Hygiene schadet aber nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Umwelt.

2 Wenn putzen, dann richtig

Öko-Putzmittel

Als Basis enthalten Putzmittel Tenside, die inzwischen biologisch abbaubar sein müssen. Nebenbei finden sich oft Phosphonate, optische Aufheller, Polycarboxylate, Konservierungsmittel, Silicone, Paraffine, Duftstoffe und Farbstoffe, die leider häufig biologisch schwer oder nicht vollständig abbaubar sind. Sie können sich in der Umwelt und in Organismen anreichern und diese schädigen. Phosphor- oder Stickstoffverbindungen der Putzmittel überdüngen Gewässer, fördern das Algenwachstum und bringen sie im schlimmsten Fall zum Kippen.

Logo der EU für umweltschonende PutzmittelDarum sollten Reinigungsmittel im Idealfall möglichst frei von derartigen Stoffen, zumindest jedoch arm an ihnen sein. Öko-Putzmittel sind stets die bessere Wahl. Die Produkte, auf denen die sogenannte Euroblume – das EU-Umweltsiegel – prangt, gehören zu den verträglichsten und umweltfreundlichsten.

Bei jedem Einsatz von Reinigungsmitteln, ganz gleich ob chemisch oder natürlich, sollte die Dosis so gering wie nur möglich gehalten werden.

Als besonders schädlich ist Chlor hervorzuheben. 0,0001% Chlor in der Atemluft reizt bereits die Atmungsorgane und wird ohne weiteres am Geruch erkannt. Chlor-Gehalt von nur 0,001% greift die Lungen schwer an, und 0,5-1% Chlor-Gas wirkt auf Säugetiere und Menschen rasch tödlich.

Daher: Bitte auf Reinigungsmittel mit Chlor verzichten!

3 Tipps & Tricks

Wundermittel Natron

Natron war zur Zeit unserer Großeltern ein vielseitig genutztes Hausmittel und beim Putzen unentbehrlich. Ungerechterweise geriet es in Vergessenheit, denn dieses Mittel ist sehr umweltverträglich, ja, sogar essbar und ein wahrer Alleskönner gegen Bakterien, Pilze und Schmutz.

Natronpulver kaufen und loslegen: Wundermittel Natron Tipps

Oder einfach gar kein Putzmittel?

Männerhand putzt FensterscheibeWas wäre aber noch besser als ökologische Putzmittel? Gar kein Putzmittel. Das Vorarlberger Unternehmen ENJO nutzt die Eigenschaft von mikroskopisch kleinen Fasersträngen, die selbst in die feinsten Poren der zu reinigenden Oberflächen gelangen. Selbst die winzigsten Schmutzpartikel und Bakterien werden von der Faser aufgenommen – und das ganz ohne Reinigungsmittel.

Hygieneexperten der Vorarlberger Landeskrankenanstalten stellten sogar fest, dass das ENJO-Reinigungssystem sechsmal hygienischer als herkömmliche Reinigungsmethoden ist.

ENJO bietet Schwämme, Tücher, Wischlappen etc. aus dieser Faser an. Während des Putzens genügt es die Utensilien immer wieder mit reinem Wasser durchzuspülen. Regelmäßig sollte man sie dann in der Waschmaschine waschen, hier soll auch Waschmittel verwendet werden, am besten ökologisches. ;-)

Der Preis von ENJO ist zwar stolz, die Produkte halten aber jahrelang, wodurch sich dieser amortisiert.

Ökologisch Fensterputzen

Fenster gehören wohl zu den Dingen, die am wenigsten oft und gerne geputzt werden. Das Putzmittel riecht oft stark nach Spiritus und die ganze Sache streifenfrei zu beenden ist oft mit viel Arbeitsaufwand verbunden.

Die Zitronensaftmethode

Presse eine halbe Zitrone aus und füge den Saft zu einem Kübel voll warmem Wasser. Damit wird das Fenster mit einem Mikrofasertuch für Glasscheiben in kreisenden Bewegungen geputzt. Anschließend mit einem trockenen Mikrofasertuch nachwischen – und glänzend ist das streifenfreie Fenster.

Und irgendwann reicht es dann auch!

Um es mit Erich Kästners Worten zu sagen: „Das meiste auf der Welt geht nicht durch Gebrauch kaputt, sondern durch Putzen.“

In diesem Sinne viel Spaß beim Frühjahrsputz und beim Lauschen der Vögel bei offenem geputzten Fenster wünschen euch

Eva & Isabell

Über Prüf Nach! Team
Das Prüf Nach! Team besteht aus ExpertInnen mit diversen Fachgebieten. Gemeinsam mit Werner Lampert bilden sie die Werner Lampert Beratungs GmbH, die Europas erfahrenstes Unternehmen in der Entwicklung, Erzeugung und Vermarktung nachhaltiger Bioprodukte und Marken ist. Der Name stammt vom Prüf Nach! Standard, in dem die Philosophie, die Art des Handelns und strengen Richtlinien des Unternehmens festgehalten sind.
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