Tierwohl nutzt nicht nur den Tieren, es nährt auch unsere Seele

Kuh mit Hörnern grast in einem Hang

Bei der Pressekonferenz von Zurück zum Ursprung zum Thema „Tierwohl als Grundwert“ erörterte Werner Lampert unter anderem: „Empathiefähigkeit wird Tierwohl niemals ausgrenzen können und es wird auf dieser Welt keine Fairness geben, pflegen wir keinen fairen Umgang mit Tieren. Fair sein, heißt, Tieren das Recht einzuräumen, dass wir sie nicht zu beliebigen Zwecken missbrauchen.“

Nicht Empathie, sondern Irrsinn ist zu beobachten.

Propylenglykol, als Futterzusatz für Milchkühe, damit sie Unmengen an Milch geben können. Geschützte Aminosäuren werden gefüttert, um den Milcheiweißgehalt zu erhöhen.

Ohne Leistungsförderer und Futterzusätze wäre die Massentierhaltung von rein auf Leistung gezüchteten Tieren gar nicht möglich. Denn es liegt in der Natur der Lebewesen, dass Leid und Qual die Leistung senken.

75 Prozent aller Antibiotika in Deutschland landen in der Tiermast!

Und das hat auch Folgen für uns Menschen! Folgen für die Humanmedizin, immer mehr krankheitserregende Bakterien bilden Resistenzen aus und können nicht mehr mit Antibiotika behandelt werden. Eine Studie aus Deutschland wies resistente Keime in 67 Prozent der Ställe für Milch- und Mastvieh, in 88 Prozent der Schweineställe und in allen Hähnchenmastanlagen nach.

Multiresistente Keime breiten sich durch die Massentierhaltung immer mehr aus.

Tierwohl nutzt auch den Menschen

Und nicht zuletzt haben wir unseren Eigennutz von der pfleglichen, artgemäßen Haltung der Tiere. Es ist absurd zu denken, dass ein Tier, das leidet und Schmerzen hat, uns gesund ernährt. Nur von gesunden Tieren bekommen wir gesundes Essen!

Tierschutz ist Menschenschutz.

Tierschutz nährt unsere Seele und hilft uns zuwendende und für unsere Lebenswelt verantwortungsbewusste Menschen zu werden.

Die Würde des Menschen gründet auf der Tatsache, dass er sich oder andere – zu den anderen zählen auch die ihm anvertrauten Tiere – niemals als Mittel zum Zweck einsetzen darf, ohne, dass er ihren Eigenwert, ihre Geschöpflichkeit auf artgerechte Weise befolgt.

 

Details zum Pionierprojekt „Tierschutz geprüft“ bei Zurück zum Ursprung

4 Personen stehen vor grünen PlakatenAb sofort sind alle tierischen Lebensmittel bei Zurück zum Ursprung „Tierschutz geprüft“.

Das Zeichen vergibt die Gesellschaft für artgemäße Nutztierhaltung. Diese unabhängige Gesellschaft ist ein Konsortium aus Vier Pfoten, dem Wiener Tierschutzverein und dem Verein gegen Tierfabriken.

Mit unserem Projekt wollen wir bei Bauern und Konsumenten das Bewusstsein und die Achtsamkeit schärfen, dass es auch anders gehen kann, und dass es alternative Wege der Tierhaltung gibt.

 

Über Werner Lampert
Werner Lampert (geboren 1946 in Vorarlberg/Österreich) zählt zu den Wegbereitern im Bereich nachhaltiger Produkte und deren Entwicklung in Europa. Der Biopionier beschäftigt sich seit den 1970er-Jahren intensiv mit biologischem Anbau. Mit Zurück zum Ursprung (Hofer) und Ja! Natürlich entwickelte er zwei der erfolgreichsten Bio-Marken im deutschen Sprachraum.
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