Nachhaltig Grillen – So geht’s!

Glühende Kohlen

Ab und an nimmt man ihn schon wahr – den Duft von entzündeter Holzkohle. Und schön langsam ist es auch am Abend warm genug um das Abendessen unter freiem Himmel zuzubereiten. Das Grillen ist für viele der Inbegriff von Sommer – warmer Abend, kühle Getränke, liebgewonnene Menschen, geruhsames Essen. Grillen ist Lebensfreude! Damit wir dabei nicht der Umwelt schaden, haben wir einige Tipps für euch zusammengetragen. Außerdem mit dabei sind vegetarische Alternativen für alle, die lieber fleischlos grillen.

  1. Nachhaltiges Heizmaterial
  2. Und dazu?
  3. Nachhaltiges Drumherum

1. Nachhaltiges Heizmaterial

Wer mit Holzkohle grillt, sollte beim Kauf darauf achten, dass es sich um FSC- oder DIN-zertifizierte Kohle aus heimischem Laubholz handelt. Besonders wichtig ist dabei, dass keine Braunkohle (oft als „Kohle aus mineralischem Ursprung“ deklariert) enthalten ist.
Beim Anheizen verzichtet man besser auf die chemischen Grillanzünder, die giftige Gase freisetzen, aber auch Zeitungspapier ist wegen der Druckerschwärze giftig.

Eine Alternative ist ein elektrischer Anzünder. Er wird in den Grill gelegt und darauf die Kohle. Die heiß werdenden Heizstangen erhitzen die Holzkohle gleichmäßig und werden einfach herausgezogen, wenn die Kohle glüht.
Mit etwas Geduld und der richtigen Technik kann man aber auch mittels Holzfasern und Wachs oder aber kleinen Holzstücken und Ästen die Kohlen zum Glühen bringen.

Einfacher geht es mit Anzündkamin. Diesen füllt man mit Kohle, darunter entzündet man ein Feuer, und durch Seitenlöcher kommt Luft an die Kohlen und verstärkt den Kaminzug. Die Kohlen beginnen so schnell zu glühen. Dann leert man diese vorsichtig in den Grill. Auf keinen Fall flüssige Brandbeschleuniger wie Spiritus verwenden – sie sind extrem gefährlich!

2. Und dazu?

A. Rosmarin-Kartoffel-Spieße:

Eine besonders hübsche Alternative zu den üblichen Grillkartoffeln sind die Rosmarin-Kartoffel-Spieße:

Kartoffeln waschen und 15-20min kochen. Danach mit kaltem Wasser abschrecken und ausdampfen lassen. Rosmarinzweige waschen und die unteren Nadeln abstreifen. Eine Knoblauchzehe schälen und mit den Rosmarinnadeln fein hacken, mit Salz und Pfeffer würzen und alles mit Olivenöl vermengen. Die Kartoffeln vorsichtig auf die Rosmarinzweige fädeln, mit dem Öl bestreichen und einige Minuten grillen.

B. Zucchini-Feta-Spieße:

mehrere vegetarische Grillspieße200g Feta in große Würfel schneiden, 1 TL rosa Pfefferbeeren zerstoßen, eine Bio-Zitrone heiß waschen und die Schale der halben Zitrone fein abreiben und mit dem Saft der halben Zitrone vermengen.
Zerstoßene Pfefferbeeren und 2 EL Olivenöl zugeben und die Fetawürfel 30min darin ziehen lassen. Zucchini waschen und mit dem Gemüseschäler in dünne lange Bänder schneiden. Feta aus dem Würzöl nehmen und je ein Würfel mit einem Zucchiniband umwickeln. Jeweils drei „Päckchen“ auf einen Spieß fädeln und mit einem kleinen Stück Zitrone abschließen. Spieße mit dem restlichen Würzöl bestreichen und kurz grillen.
Achtung: Der Feta kann mitunter schnell davon fließen, eventuell den Käse zur Gänze mit Zucchini umwickeln, oder Grillkäse verwenden.

Rezeptideen aus: Schulz, K.; Jahnke, M.: Vegetarisch grillen

3. Nachhaltiges Drumherum

A. Müll vermeiden:

Selbstverständlich beim nachhaltigen Grillen ist, dass man keinen Einweggrill benutzt. So ist auch Wegwerfgeschirr tabu.

Extra-Tipp: Statt Alufolie eignen sich Rhabarber- oder Bananenblätter zum Einwickeln von Grillkäse, Fisch oder Gemüse (Tipp von Budni).

B. Nach dem Grillen:

Werft die restliche Kohle im Grill nach dem Grillen nicht weg! Die alte Kohle wird beim nächsten Grillen viel schneller brennen, als die neue! (Tipp von Lilli Green).
Wenn ihr an einem öffentlichen Platz gegrillt habt, versichert euch, dass ihr keinen Müll zurücklasst.

Guuuten Appetit und einen lauschigen Frühling wünschen euch

Eva & Isabell

Über Prüf Nach! Team
Das Prüf Nach! Team besteht aus ExpertInnen mit diversen Fachgebieten. Gemeinsam mit Werner Lampert bilden sie die Werner Lampert Beratungs GmbH, die Europas erfahrenstes Unternehmen in der Entwicklung, Erzeugung und Vermarktung nachhaltiger Bioprodukte und Marken ist. Der Name stammt vom Prüf Nach! Standard, in dem die Philosophie, die Art des Handelns und strengen Richtlinien des Unternehmens festgehalten sind.
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