Detroit: die grüne Stadt der Zukunft

Grüne Oase zwischen grauen Hochhäusern

In Detroit heißt die Devise: „Gemüse statt Cadillac“. Farmen und Gemüsegärten hauchen der brachliegenden US-Industriemetropole Detroit wieder Leben ein. Die Anbauflächen entstehen überall in Detroit, der „Motor City“.

Die Stadt Detroit ist bekannt für ihre Autos, ihre Profiliga-Sportmannschaften oder etwa für Soulmusic. Kaum einer verbindet Detroit hierzulande mit grünen Gemüsegärten oder Farmen. Doch genau diese hauchen der brach liegenden Industriemetropole wieder neues Leben ein.

Detroit blüht auf

1950 lebten 1,8 Millionen Menschen in Detroit, die Motor City war quicklebendig. 2012 waren es nicht einmal mehr 700.000 Einwohner. In den vergangen Jahrzehnten sind viele aufgrund anhaltender Konjunktureinbußen aus der Stadt abgewandert und haben verwilderte Grundstücke oder heruntergekommene Gebäude hinterlassen. Fast 80.000 Häuser in Detroit stehen leer, die nun für Urban Gardening und Urban Farming-Projekte genutzt werden.

Beete und Äcker für den guten Zweck

Eines dieser Projekte wird von dem selbstfinanzierten Verein „Earthworks“ betrieben. Eathworks wurde in den späten 90ern gegründet und betreibt mittlerweile 7 Gärten in Detroit. Mithilfe von Freiwilligen wird in den Gärten Obst und Gemüse in Bioqualität angebaut. Die freiwilligen Helfer lernen den Umgang mit der Natur, den Anbau von Obst und Gemüse und können im Gegenzug dafür in der hauseigenen Suppenküche essen. Das gesamte Gemüse für die täglich 2.000 ausgeteilten Mahlzeiten der Suppenküche stammt aus dem eigenen Anbau.

Soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit

Durch die starke Abwanderung brach auch das Wirtschaftssystem der Stadt zusammen. Seit 2013 steht die Stadt unter Zwangsverwaltung. Eine weitreichende Folge: hohe Arbeitslosigkeit, geringes Einkommen, kein Geld und kein Zugang zu gesunder Nahrung. Die grünen Flächen in Detroit erfüllen somit nicht nur einen ökonomischen oder ökologischen Gedanken. Die Gärten sichern die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung und liefern einen wichtigen sozialen Beitrag: Sie schaffen Beschäftigung und gewährleisten die Ernährung der Stadt.

Photocredit: blog.thedetroithub.com

Über Isabella Schulner
Isabella Schulner wurde 1990 in Zwettl geboren und wuchs im Waldviertel auf. Sie studierte Media- und Kommunikationsberatung an der FH St. Pölten. 2015 schloss sie ihr Masterstudium Management am IMC Krems ab und bearbeitete in ihrer Masterarbeit das Thema Führungskräftekommunikation in Veränderungsprozessen. Seit Februar 2013 ist sie bei Gaisberg Consulting in Wien tätig, davor sammelte sie Berufserfahrung in diversen Praktika bei namhaften österreichischen Unternehmen wie Siemens, Wüstenrot oder Raiffeisen Ware Austria.
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  • niklasheyer

    scheiss ökos