Urwaldkaffee – Der Weg von den Hügeln Kolumbiens bis zu uns

Blick über sanfte Hügel bedeckt mit grünen Wäldern

Jede Packung CAFÉ KOGI begeistert die Käufer durch seine einzigartige Qualität. Der Kaffee kommt aus den nordöstlichen bis südöstlichen Regionen der Sierra Nevada de Santa Marta im Norden Kolumbiens. Dort bauen rund 1600 Familien der Kogi im Urwald auf Höhen von 900 bis knapp 2000 m diesen Kaffee an.

An steilen Berghängen und dennoch nahe am karibischen Meer wächst der Kaffee in einem einzigartigen Klima. In der Sierra Nevada, diesem höchsten Küstengebirge der Erde, wo auf einem Streifen von 50 Kilometern Breite im Nordosten Kolumbiens traumhafte karibische Strände und tropisch‐feuchter Dschungel auf trockene Wüsten, Nebelwald und schneebedeckte Berge mit 5800 m Höhe treffen, leben die Kogi wie vor Hunderten von Jahren. Wer die Kaffeebäume dort sieht, stellt fest, dass ihre Früchte sehr sauber, unbeschädigt und leuchtend farbig sind. Behütet von kalashe, dem Gott des Waldes und der Bäume, und den Schatten der anderen Bäume, hat jede Kaffeebohne viel Zeit zu reifen und sich zu entwickeln. Das besondere Klima sorgt für intensive Aromen.

Anbau, Pflege und Ernte

Indigenes Kind führt Esel, dahinter noch ein Kind und ein MannEinmal jährlich werden die Kaffeekirschen von den Kogi Hand gepflückt, vor Ort vom Fruchtfleisch befreit und dann in großen Bottichen für 12 – 18 Stunden (fully washed) fermentiert.

Danach trocknet der Kaffee in der tropischen Sonne auf Schilfmatten. Jede Familie der Kogi erntet nur wenige Säcke voll Kaffee, die sie auf Eseln oder Maultieren in einem Marsch von bis zu 12 Stunden zu der Bodega in Mingueo, oder anderen Sammelplätzen bringen. In der Bodega wird der Rohkaffee gesammelt, gelagert und weiter verarbeitet. Er wird weiter getrocknet, in einer Trilladora vom Pergamino, der Haut, befreit und nach Größen sortiert. Abschließend wird der Kaffee von Hand sortiert, so dass Steine und Fehler entfernt werden.

Statt Dünger und Pestiziden setzen die Kogi die Kraft ihrer Gedanken zum Wohle der Natur ein. Vor der Ernte und auch während der Wachstumsphase arbeiten sie mit Ritualen („pagamentos“) um den Kaffee optimal reifen zu lassen.

Varietät

Bunte KaffeefrüchteCAFÉ KOGI besteht im Wesentlichen aus Arabica Tipica mit geringen Anteilen von Arabica Caturra und Arabica Bourbon sowie einige weitere Varietäten in minimalen Anteilen. Die Kogi pflanzen nicht gezielt eine Sorte an, sondern schauen, was am jeweiligen Berghang wächst und gedeiht. Was nicht anwächst oder Pflanzen, die schwächeln, ist vielleicht an dieser Stelle falsch. Es wird der Natur überlassen, welche Varietät sich durchsetzt.

Nahezu wild wachsender Waldkaffee wie CAFÉ KOGI wirft nur geringe Erträge ab, dafür ist das Aroma konzentrierter und intensiver. Im Laufe von Jahrzehnten hatten die Kaffeebäume viel Zeit, langsam und in Ruhe zu wachsen und sich optimal an ihren Standort anzupassen. Mit viel Liebe schützen die Kogi diese wertvollen Bäume, begehen Rituale und greifen so wenig wie möglich in die Natur ein.

Die Röstungen

Cafe Kogi-Fotos ShopCAFÉ KOGI besteht zu 100 % aus Arabica‐Bohnen. Es gibt ihn als Röstung für Filterkaffee, als Espresso und als Mischung für Vollautomaten. Die Namen der drei Röstungen wurden nach wichtigen Begriffen aus der Sprache der Kogi, dem Kaggaba, gewählt. Die feine und milde Filterröstung heißt „ALUNA“, dem Wort der Kogi für Ursprung, für das, was da war, bevor die Welt entstand. Der Espresso heißt „ZHIGONESHI“ (Dschigoneschi gesprochen), dem Wort für „Geben und Nehmen“, für das Gleichgewicht in allen Handlungen und Gedanken. Wenn sie der Natur den Kaffee nehmen, geben sie ihr auf einer geistigen Ebene auch etwas zurück – ihre Liebe, ihre Dankbarkeit, ihre Achtsamkeit. „SEIVAKE“ ist die Mischung für Vollautomaten. Seivake ist der Zustand höchster menschlicher Entwicklung im Weltbild der Kogi. Er ist das Ziel des Lebens und überhaupt die Voraussetzung für ein glückliches Leben.

Der Röster

Im Trommelröster wird ein sehr altes Verfahren angewendet. Über 15 bis 25 Minuten wird bei Temperaturen um die 200 °C der Kaffee langsam erhitzt. Jahrelange Übung ist erforderlich, bis man in der Lage ist, für unterschiedliche Kaffees das jeweils optimale Röstresultat zu erstellen.

Wir rösten unseren Kaffee bei Mondo del Caffé, der Inhaber Alfons Kramer ist Urgestein der deutschen Rösterszene, Gründungsmitglied der deutschen Röstergilde und hat bereits mehrere Nachhaltigkeitsprojekte, wie den Orang Utan‐Kaffee realisiert. Ende 2014 hat er wieder einen Nachhaltigkeitspreis für seinen Kaffee bekommen. Er zaubert aus den wunderbaren Bohnen der Kogi das perfekte Aroma – wie sie es verdienen. Durch die traditionelle Verarbeitung verhindern wir die Bildung von Schimmelpilzen und Bakterien, die bei Massenware ein großes Problem darstellt. CAFÉ KOGI ist rein, frei von Schwermetallen und anderen Giftstoffen. Die Kogi wollen mit dem ihnen vom Gott Kalashe geschenkten Kaffee unsere Erde und ihre kleinen Brüder ‐ also uns – heilen.

So schmeckt CAFÉ KOGI

Ein sehr guter Körper, eine leichte Süße und sehr feine, spitze Säure vereinen sich zu einem Kaffee mit edlem Charakter. Mittelkräftig und sehr facettenreich in den Aromen handelt es sich um einen vollmundigen Kaffee mit langem positiven Nachgeschmack. Aus den vielfältigen Aromen, auf die wir treffen, treten insbesondere Kakao‐ und ausbalancierte Fruchtaromen, etwa Orange, hervor.

Erwerben können Sie den Urwaldkaffee über einen aufwendig gestalteten Onlineshop (www.urwaldkaffee.de) sowie auch über Feinkost‐ und Biohändler.

Über Oliver Driver
Oliver Driver ist Wandler zwischen den Welten. Er begann als Bauingenieur und Führungskraft, wechselte nach 18 Jahren in die Organisationsentwicklung und Coaching, arbeitet als Schamane und ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschienen ist sein Leadership-Buch „Das Cappuccino-Prinzip – Das Geheimnis beruflichen Erfolgs“. Er beschäftigt sich mit Tiefenökologie, Prozessen für nachhaltigen Wandel, indigenem Wissen, Schamanismus und Kaffee.
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