Was ist Crowdfunding?

An einem Traktor hängt ein Wohnwagen

Die Idee hinter Crowdfunding ist einfach:Viele Menschen (crowd) finanzieren (fund) gemeinsam eine Idee oder ein Projekt.

Es gibt 4 Arten des ‚Crowdfunding-Crowdinvesting‘

  • Eigenkapitalbasiertes Crowdfunding (Crowdinvesting): Crowd-Investor erhält Anteile am Unternehmen und ist an Gewinn/Verlust bzw. der Entwicklung des Unternehmenswerts beteiligt
  • Kreditbasiertes Crowdfunding (Crowdinvesting): Rückzahlung und Verzinsung der „Leihgabe“ am Ende der festgesetzten Laufzeit (entspricht einem Einlagengeschäft, das in Österreich nur Banken betreiben dürfen)
  • Schenkungsbasiertes Crowdfunding: reine Spende (für karitativen Zweck)
  • Vergütungsbasiertes (Gegenleistungsbasiertes) Crowdfunding: Unterstützer erhalten Belohnung, deren materieller Gegenwert in der Regel unter der Einzahlung liegt (im künstlerisch-kreativen Bereich weit verbreitet)

(Quelle: WKO)

Wer kennt das erste Crowdfunding-Projekt?

Wusstet Ihr, dass Ende des 19. Jahrhunderts ein erstes größeres – und sehr bekanntes – Projekt über eine Crowdfunding-Initiative finanziert wurde? Es war die Freiheitsstatue. Damals wurden, nach heutigem Wert, rund 1,7 Mio. Euro aufgebracht!

Heute beteilige ich mich selbst an einem Crowdfunding-Projekt auf Startnext- nämlich beim ‚WildnisKulturDorf‘ und möchte euch unsere 2 Partner innerhalb des Projekts vorstellen:

Kennt Ihr den Wohnwagon? Der hat schon seine 2. Crowdinvestingphase (auf Conda) erfolgreich hinter sich – ein wirklich einzigartiges, tolles, absolut durchdachtes Projekt! Du hast Interesse an autarkem Leben auf kuschelig-kleinem Raum? Willst du mobil und nachhaltig leben? Suchst du ausgetüftelte Lebensräume gepaart mit individuellen Bedürfnissen? – dann bist Du bei Wohnwagon richtig!

Auch Oliver Pesendorfer von McCube (Häuser zum Mitnehmen), er hatte ebenso über Conda Crowdinvesting laufen, bietet Wohnen auf kleinem Raum gepaart mit Nachhaltigkeit und Beständigkeit und arbeitet mit dem Team von Wohnwagon bzgl. des Heizmoduls (von Wohnwagon selbst entwickelt) zusammen.

Die ‚TinyHouse‘-Bewegung erobert Österreich!

Am 23. und 24.09.2015 gab es in der WKO in Wien jede Menge Informationen zum Thema ‚Crowdfunding als Marketingtool‘. Ich war beide Tage anwesend und habe wirklich viele, interessante Menschen kennen gelernt und vieles an Informationen mitgekommen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Frau Elfriede Sixt, die diesen Termin möglich gemacht hat.

Es waren sowohl Crowdinvestingplattformbetreiber als auch Crowdfundingplattformbetreiber anwesend und es wurde versucht, die Unterschiedlichkeiten aufzuzeigen. In Summe steckt ein sehr großes Potential in dieser Idee, vor allem die Kundenbindung und die perfekte Überprüfbarkeit einer Idee, eines Produktes durch den Markt sind ganz entscheidende Faktoren zur Umsetzung. Eben ein neues, trendiges, kreatives Marketingtool!

Grundsätzlich bedarf es aber noch jeder Menge Aufklärungsarbeit zum Thema ‚Crowdfunding‘ und ‚Crowdinvesting‘ in Österreich, auch fehlt es an einer größeren Auswahl an Crowdfunding-Plattformen, z.B. für den landwirtschaftlichen-regionalen Bereich.

Was mir besonders am Herzen liegt – die ÖsterreicherInnen müssen die Kultur des Scheiterns erlernen – nicht jedes Projekt muss zwangsweise erfolgreich sein und nicht jeder angebliche Misserfolg muss ein Schaden sein. „Steh auf und geh“ – auch hier passt mein Motto wieder perfekt!

Über Michaela Schmitz
1964 in Wien geboren, habe ich die Drogistenfachschule besucht und nach bestandener Konzessionsprüfung einen Naturkostladen in Wien 23. eröffnet. 1995 wurde mein erster Sohn Emil geboren, 1997 und 1999 folgten Sebastian und Daniel. 2003 habe ich eine Privatschule in Eichgraben mitgegründet und war danach bei der more.Software GmbH und der Gesellschaft für ganzheitliche Förderung im Bereich Datenbanksoftware zuständig. Seit 2010 arbeite ich selbstständig im Bereich der automatischen Datenverarbeitung. Ich betreue Websites, pflege Content ein und erstelle Bilder und Drucksorten. Ich schreibe Blogs, betreue Social Media-Kanäle und Crowdfundingprojekte. Durch meine Zusammenarbeit mit Judith Anger für den WildnisKulturHof und das Crowdfunding für das WildnisKulturDorf habe ich wieder zurück zu meinen Wurzeln gefunden – dem Leben mit der Natur und vereine seitdem Technik und Wildniskultur.
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