Ökologisches Bauen – ein Fundament für die Zukunft

Foto eines modernen Hauses mit großen Fenstern und Holzfassade

Wohnen im Einklang mit der Natur – das verspricht das ökologische Bauen. Oft trifft man auch auf Begriffe wie „grünes Bauen“ oder „Bio-Haus“ – sie alle eint der Gedanke der Nachhaltigkeit. Obwohl das Etikett „Öko“ oder „Bio“ oft mit teuer gleichgesetzt wird, muss es beim nachhaltigen Bauen nicht der Fall sein. Konzepte für grünes Bauen gibt es nämlich für jeden Geldbeutel.

Ziele des ökologischen Bauens

Die Attraktivität des ökologischen Bauens liegt klar auf der Hand, denn die Ziele treffen den Nerv der Zeit: Gesundes und komfortables Wohnen, das nicht auf Kosten der Natur erfüllt wird. Und da gibt es so einiges zu berücksichtigen, denn der Umweltschutz hört nicht beim Energiesparen auf. Bereits seit 2002 gilt in Deutschland die Energieeinsparverordnung, wonach sich Bauherren beim Bau von neuem Wohnraum und bei der Modernisierung von bestehenden Gebäuden an Richtlinien halten müssen. Nachhaltiges Bauen ist aber ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem das Haus in einen ökologischen Kreislauf integriert wird.

Das ökologische Bauen umfasst deshalb diese vier Säulen:

  • Sparsamer und kompakter Umgang mit Bauland
  • Optimale Nutzung des Geländeprofils
  • Geringer Energieverbrauch
  • Natürliche und besonders haltbare Baustoffe ohne giftige Bestandteile

Ressourcen schonen und intelligent einsetzen

Die Philosophie des ökologischen Bauens nimmt auch die Baustoffe in den Fokus. Sie sollen möglichst natürlich und beständig sein. Die Natur bietet eine Vielfalt an Materialien an, die sich über Jahrhunderte bewährt haben: Holz, Ziegel, Lehm oder Naturstein. Sie sorgen für ein gesundes Raumklima und sind zugleich effektive Dämmstoffe.

Vor allem in Zeiten steigender Energiepreise ist Energieeffizienz das Non plus ultra. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Energie effizient zu nutzen. Sie können erneuerbare Energien einbinden und so einen Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten. Oder selber Energie erzeugen, speichern und nutzen: Beispielsweise mit Photovoltaik-Modulen, die Erdwärme in Energie umwandeln.

Der grüne Daumen zahlt sich aus

Erfüllen Bauherren den Kriterienkatalog für das ökologische Bauen, können diese sich für entsprechende Förderprogramme bewerben. Das Umweltengagement wird nämlich entsprechend belohnt. Am besten informiert man sich im Landratsamt oder bei den Stadtwerken nach aktuellen Rahmenbedingungen. Aber auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beteiligen sich mit Zuschüssen sowie günstigen Krediten an ökologischen Bauvorhaben. In Österreich ist das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) die Anlaufstelle für Fördermaßnahmen.

Ökologisches Bauen – Ohne Beratung, kein Durchblick

Will man ein ökologisches Haus bauen, so muss der Plan bereits in den Startlöchern durchdacht sein. Auf eigene Faust zu bauen, ist nicht empfehlenswert. Schließlich muss jedes Produkt auf nachhaltige Kriterien überprüft werden, bevor es in das Bauvorhaben integriert wird. Damit sie den Überblick nicht verlieren, ist es ratsam, versierte Experten bei der Umsetzung des ökologischen Eigenheims einzubinden. Das bestätigt auch Diplom-Ingenieur Dieter Leukefeld gegenüber dem Verband Privater Bauherren. Die Entscheidung, wie ökologisch ins Detail gebaut werden soll, liegt allein beim Bauherren. „Es gibt leider keine Standardkriterien: das ist gut und das ist schlecht. Ein Naturwollteppich mag besonders ökologisch sein, aber wenn er mit lösungshaltigem Kleber verlegt wird oder mit einem Flamm- oder Mottenschutzmittel behandelt ist, dann ist der ökologische Wert plötzlich höchst fragwürdig“, schlussfolgert Leukefeld.

Fazit: Eine umweltfreundliche Bauweise ist eine Investition für die Zukunft, die nicht nur den Erhalt der Umwelt im Auge hat, sondern auch die Nebenkosten minimiert.

Über den Autor Robin Brunold

Robin Brunold, wurde 1982 in Regensburg geboren. Nach der Grundschule besuchte er die Rudolf Steiner Schule München-Ismaning und beschloss seine Schulausbildung mit Waldorfschul-Zeugnis und dem externen Abitur. Robin Brunold hat Geschichte und Politik studiert und vor und während seines Studiums in den USA, Thailand und Frankreich gelebt. Er belegte ein dreimonatiges Praktikum bei earthlink e.V. Heute arbeitet er als Marketing-Consultant, Online-Publizist und freier Historiker.

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