Trend zu mehr Nachhaltigkeit weitet sich aus

Holzfenster

Der Nachhaltigkeitstrend weitet sich auf die verschiedensten Bereiche aus: Nicht nur im Bereich Lebensmittel und Ernährung wird Nachhaltigkeit immer wichtiger, auch Wohnen und Einrichtung müssen nachhaltig sein.

Neuesten Studienergebnissen von willhaben.at zufolge hat Nachhaltigkeit für Österreicher bei ihrer Immobiliensuche eine zentrale Bedeutung — für 68,2 Prozent ist dieser Aspekt sehr wichtig oder zumindest eher wichtig. Die Nachfrage nach ökologischen Wohnformen und Baumaterialien wird immer größer – knapp zwei Drittel der Befragten erachten den Faktor „Gesundheit beim Wohnen“ als sehr wichtig. Aber auch der Wunsch nach nachhaltigeren und gesünderen Wohnräumen wird lauter: Rund 40 Prozent der Bevölkerung in Österreich sind dazu bereit, auch elf Prozent mehr zu zahlen. Jeder zehnte Österreicher nimmt für nachhaltiges Wohnen sogar einen Preisaufschlag von 40 Prozent in Kauf.

Aber nicht nur der Ort, auch die Ausstattung muss ökologisch wertvoll bzw. nachhaltig sein – so hat nachhaltiger Konsum auch in der Möbelbranche Einzug gehalten. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Dr. Grieger & Cie., die unter 1000 Verbrauchern durchgeführt wurde.

Das norwegische Pilotprojekt „Zero Emissions Building“ ist ein imposantes Beispiel wie Nachhaltigkeit mit modernstem Wohnen vereint werden kann. Wie der Name verrät, soll das norwegische Einfamilienhaus keine Emissionen ausschütten – 100 Prozent der Emissionen sollen kompensiert werden. Möglich ist dies, da das Haus mit Sonnenkollektoren und Photovoltaikelementen ausgestattet ist, die nicht nur den gesamten Jahresbedarf an Energie decken, sondern darüber hinaus auch genug Energie für ein Elektroauto abliefern. Geheizt wird mit Erdwärme, zusätzlich verfügt das Haus über eine optimale Ausstattung, die effizientes Heizen und Kühlen ermöglicht. Auf Luxus wird aber dennoch nicht verzichtet: ein Pool, der mit Sonnenenergie geheizt wird, verspricht Wellness im eigenen Garten.

Aber auch im Hotellerie-Gewerbe verändern sich langsam aber kontinuierlich die Bedürfnisse der Konsumenten – so bieten zahlreiche „Airbnb“-Angebote Alternativen zu klassischen, oft nicht nachhaltigen oder nach ökologischen Prinzipien ausgestatteten Hotelanlagen. „Airbnb“ – die Kurzform für Airbedandbreakfast (zu Deutsch: Luftmatratze und Frühstück) ermöglicht Privatpersonen ihre freien Häuser, Wohnungen und Zimmer zur Vermietung zu inserieren. Passivhäuser, Holz- oder Baumhäuser, Häuser mit Solar- oder Photovoltaikanlagen werden so leicht zugänglich und können von Interessierten – als Alternative zu Hotelzimmer und Co – gemietet werden.

Wertvoller Nebeneffekt laut einer Studie der Cleantech Group: durch das „Teilen“ können Synergien geschaffen und langfristig der Energieverbrauch minimiert werden. Allein in den USA wurde durch das Sharing-Prinzip 63% weniger Energie verbraucht.

Nachhaltigkeit wird wichtiger und ist Ausdruck der inneren Haltung. Mehr und mehr Menschen finden, dass Nachhaltigkeit und der respektvolle Umgang mit der Umwelt eines der wichtigsten politischen Themen sei und sie handeln auch immer mehr danach.

Nicht nur in der Tourismusbranche, im Finanzbereich oder bei Lebensmitteln – in Zukunft wird sich Nachhaltigkeit weiter ausbreiten und Angebot wie auch Nachfrage verändern.

Weiterführende Links

Ein gänzlich anderes Beispiel, wie sich Baukunst und Natur verbinden können, ist ein französisches Haus, das völlig in die Natur integriert ist.

Über Isabella Schulner
Isabella Schulner wurde 1990 in Zwettl geboren und wuchs im Waldviertel auf. Sie studierte Media- und Kommunikationsberatung an der FH St. Pölten. 2015 schloss sie ihr Masterstudium Management am IMC Krems ab und bearbeitete in ihrer Masterarbeit das Thema Führungskräftekommunikation in Veränderungsprozessen. Seit Februar 2013 ist sie bei Gaisberg Consulting in Wien tätig, davor sammelte sie Berufserfahrung in diversen Praktika bei namhaften österreichischen Unternehmen wie Siemens, Wüstenrot oder Raiffeisen Ware Austria.
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