Meine Erfahrungen zu den Plattformen Startnext.com und wemakeit.com

Gelbe Blüte mit Text

Gemeinsam mit Judith Anger vom WildnisKulturHof habe ich jetzt das 2.Crowdfunding ‚Bau mit uns ein Tiny House‘ gestartet. Diesmal auf der Schweizer Plattform wemakeit.com. Wie ich aus Erfahrungen und Berichten weiß, haben einige Österreicher alleine schon mit diesem Namen Schwierigkeiten – wir sind geneigt, das KEIT zu betonen – also hier zum Lernen – We make it – manche technikaffine Menschen lesen eventuell We make IT – ist aber auch knapp vorbei ;-)

Gut, den korrekten Namen der Plattform wissen wir nun – wie schaut’s sonst aus? Aus heutiger Sicht würd ich sagen, ich fühl mich auf wemakeit.com aufgehobener als bei Startnext.com. Das ist jetzt natürlich ganz klar eine emotionale Befindlichkeit, welche tendenziell in unserer Welt nicht gerne als Kriterium gewählt wird, ist aber doch entscheidend – zumindest für mich.

Gut, was spricht für Startnext.com:

Es gibt keinen fixen Betrag (außer der 4% Geld-Transaktionskosten bei erfolgreichem Abschluss des Projektes), den man an die Plattform abgeben muss. Man kann, muss aber nicht. Das ist für kleinere Projekte eine Erleichterung, wenn man nicht mit einem fixen Betrag rechnen muss. Startnext hat sich einen Namen erworben und ist sehr bekannt im deutschsprachigen Raum.

Der Editor der Plattform (dort, wo man dann das Projekt anlegen kann) wurde mehrfach überarbeitet. Funktionen, die während unseres Onlinegehens umgestellt wurden und nicht mehr verfügbar waren (Fanliste, Dankeschöns einzeln posten) wurden jetzt wieder aktiviert – den genauen letzten Stand habe ich natürlich nicht mehr. Er ist aber gut selbsterklärend und man findet sich zurecht.

Nun zu wemakeit.com:

Das Service VOR onlinegehen ist sehr umfangreich, sprich ‚angreifbar‘ – Simone kann man zu diversen Events und Mittagstischen treffen und direkt zur Plattform befragen. E-Mail-Anfragen werden sehr rasch beantwortet – man kann also zügig arbeiten. Der Editor ist natürlich (welch‘ technisches Wunder!) ganz anders als bei Startnext.com aufgebaut, aber, wer sich grundsätzlich mit diversen Editoren rumschlägt hat kein Problem, sich zurecht zu finden.

crowdfunding

Die Editoren im Vergleich:

Startnext.com gibt eine enge, aber hilfreiche Struktur mit genauen Fragen vor, bei wemakeit.com kann man sich innerhalb des Editors frei bewegen und sich selbst eine Struktur aufbauen.

Bei wemakit.com gibt es einen fixen Betrag bei erfolgreichem Abschluss zu bezahlen, nämlich 6% (zusätzlich kommen dann noch 4% Geld-Transaktionskosten – ebenso nur bei erfolgreichem Abschluss des Projektes).

Die technischen Umsetzungsinformationen und Rückmeldungen waren immer sehr hilfreich und erklärend-verständlich für mich. Das Service während der Laufzeit ist erfreulich und motiviert zusätzlich.

Zu verbessern wäre, dass man bei den Belohnungen auch eine Mehrfachauswahl treffen könnte (so, wie bei einem Warenkorb).

Mich persönlich würde noch sehr erleichtern, wenn es eine längere Laufzeit als 60 Tage gäbe (die Erfahrungen mit unserer speziellen Zielgruppe zeigen das nun ein 2.Mal) und, wenn es die Möglichkeit einer flexiblen Finanzierung gäbe = egal, wie viel ich einsammle, ich muss es nicht zurückzahlen. Das ist jetzt aber auch wahrscheinlich ganz speziell in unserem Fall so und auch in Zusammenhang mit unseren personellen Ressourcen und unserer Zielgruppe zu sehen. Da sieht man wieder, wie wichtig die Zielgruppendefinition ist und, vor allem, die Zielgruppenanalyse der engsten Fans, der befreundeten Crowd, denn das sind jene, die Deinem Projekt von Anfang an den Schwung verleihen – und das kann sehr unterschiedlich sein – wie mir meine Erfahrung zeigt.

Weiterführende Links

we make it

startnext

Unser Crowdfunding für ein Tiny House

Zeichnung mit Text

Michaela Schmitz

In eigener Sache:

Am 19.05.2016 gibt es einen Workshop zum Thema Crowdfunding mit Wolfgang Gumpelmaier und mir

http://www.gruenewirtschaft.at/site/laender/noe/termine/calendar/682.html

Über Michaela Schmitz
1964 in Wien geboren, habe ich die Drogistenfachschule besucht und nach bestandener Konzessionsprüfung einen Naturkostladen in Wien 23. eröffnet. 1995 wurde mein erster Sohn Emil geboren, 1997 und 1999 folgten Sebastian und Daniel. 2003 habe ich eine Privatschule in Eichgraben mitgegründet und war danach bei der more.Software GmbH und der Gesellschaft für ganzheitliche Förderung im Bereich Datenbanksoftware zuständig. Seit 2010 arbeite ich selbstständig im Bereich der automatischen Datenverarbeitung. Ich betreue Websites, pflege Content ein und erstelle Bilder und Drucksorten. Ich schreibe Blogs, betreue Social Media-Kanäle und Crowdfundingprojekte. Durch meine Zusammenarbeit mit Judith Anger für den WildnisKulturHof und das Crowdfunding für das WildnisKulturDorf habe ich wieder zurück zu meinen Wurzeln gefunden – dem Leben mit der Natur und vereine seitdem Technik und Wildniskultur.
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