Anlegen eines Gemüsegartens an einer Böschung

Drei Personen legen eine Terasse an

Ob kurz oder lang, Gartenbereiche mit Gefälle sind stets eine Herausforderung für Gestalter. Die Gartengestaltung in Hanglage mag auf den ersten Blick schier unmöglich erscheinen. Doch bei genauerer Betrachtung wird schnell klar, dass diese Form der Gartengestaltung eine besondere Herausforderung für den Landwirt und auch den Hobbygärtner darstellt und unzählige Möglichkeiten bietet. 

Der Gedanke, steile Hänge durch Abtreppung (Terrassierung) leichter zugänglich und bewirtschaftbar zu machen, ist wahrscheinlich beinahe so alt wie die Landwirtschaft selbst. Die Ausformung der Terrassen wird an die natürliche Struktur des Geländes angepasst.

Mann und Frau bei Anlage eines HanggartensIn Hanglagen oder auf Böschungen sollte immer mit der Anlage der ersten Terrasse am tiefsten Punkt begonnen werden und man arbeitet sich dann nach oben vor. Erdhügel, Abhang und Böschung im eigenen Garten haben immer den Nachteil, dass sie nicht unbedingt stabil sind. Sollte während der Arbeiten Material abrutschen, so dienen die unteren Terrassen bereits als Auffangbecken und das überschüssige Material kann ebenso eingearbeitet werden. Eventuell kann man neben Holz auch Steine zur Befestigung verwenden.

Sollte man Baugeräte zur Terrassierung verwenden wollen, so nutzt man als Auffahrt die Bereiche, an denen später Treppen hinauf führen sollen.

EZwei Männer und eine Frau legen einen Hanggarten ans geht auch beim Bau eines Gemüsebeetes an einer Böschung um die Entwicklung eines selbsterhaltenden Systems, einer „symbiotischen“ Landbewirtschaftung, die es jedem Einzelnen ermöglicht, seine persönliche Lebensstrategie darin zu entwerfen.

Gärten und Gemüsebeete am Hang sind angenehm zu bewirtschaften, wenn die Böschung terrassiert und die Beete mit Holz oder Steinen eingefasst sind. Jeder Terrassengarten am Hang – ob klein oder groß, Gemüsegarten oder Küchenkräutergarten – lässt sich harmonisch in die Landschaft einfügen, wenn er individuell und situationsbezogen geplant und gebaut wird.

Das Arbeiten an den abgeflachten Beeten an einer Böschung ist rückenschonend und bei wachstumsfördernder Befüllung (nicht auf das Mulchen vergessen!) gedeihen Gemüse, Kräuter und auch Blumen vorzüglich. Damit wird das Ernten um ein vielfaches erleichtert.

Das Verwenden des eigenen Holzes durch den Baumschnitt ist natürlich besonders wertvoll. Die seitlichen Steher können in unterschiedlichen Längen verwendet werden und dienen somit gleichzeitig als Rankhilfe für verschieden Pflanzen, womit auch wieder eine Form der Beschattung gewährleistet ist.

Zwei Menschen und ein Kamerateam im WaldEinen großen Beitrag zur Böschungsabsicherung bringt neben Steinen und Holz eine geeignete Bepflanzung. Pflanzen, die unterschiedliche Wurzelsysteme aufweisen, die den Boden unterschiedlich tief durchwurzeln, sind hier ganz besonders wichtig. Das Einsähen sollte sofort gemacht werden, damit man die Erosionsgefahr eindämmt. Nach dem Bearbeiten ist der Boden natürlich ganz besonders locker und empfindsam. Nach dem ersten Regen wird die Einsaat gut eingewaschen, durch Mulchen wird die Feuchtigkeit gespeichert und die Anwuchsphase verbessert. Damit erhält man auch eine verbesserte Nährstoffversorgung.

Wasser ist Leben und kann durch die Terrassierung an einer Böschung ganz leicht verwendet und gespeichert werden. Es ist aber besonders wichtig darauf zu achten, dass das Oberflächenwasser auch auf Beeten an einer Böschung schadlos ablaufen kann. Eine Vernässung der Fläche kann durch eine Neigung von ca 3% verhindert werden.

Quellen

Praktische Erfahrung am WildnisKulturHof

Bücherquellen

Kräuterspiralen, Terrassengärten Co, Stocker Verlag
Sepp Holzers Permakultur, Stocker Verlag

Weiterführende Links

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Über Michaela Schmitz
1964 in Wien geboren, habe ich die Drogistenfachschule besucht und nach bestandener Konzessionsprüfung einen Naturkostladen in Wien 23. eröffnet. 1995 wurde mein erster Sohn Emil geboren, 1997 und 1999 folgten Sebastian und Daniel. 2003 habe ich eine Privatschule in Eichgraben mitgegründet und war danach bei der more.Software GmbH und der Gesellschaft für ganzheitliche Förderung im Bereich Datenbanksoftware zuständig. Seit 2010 arbeite ich selbstständig im Bereich der automatischen Datenverarbeitung. Ich betreue Websites, pflege Content ein und erstelle Bilder und Drucksorten. Ich schreibe Blogs, betreue Social Media-Kanäle und Crowdfundingprojekte. Durch meine Zusammenarbeit mit Judith Anger für den WildnisKulturHof und das Crowdfunding für das WildnisKulturDorf habe ich wieder zurück zu meinen Wurzeln gefunden – dem Leben mit der Natur und vereine seitdem Technik und Wildniskultur.
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