Die Wurmfarm und der wertvolle Beitrag der Regenwürmer

Regenwürmer

Die Regenwürmer gehören zu den wichtigsten Helfern in jedem Garten!

Aus diesem Grund wird von Sebastian Helbig, Kulissenbauer, WildnisKultur-Fan und Wurmfarm-Spezialist, am Wildniskulturhof eine Wurmfarm angelegt.

Folgende Regenwurmarten sind bei uns heimisch

  • Tigerwurm (Eisenia foetida, auch als Mistwurm bekannt)
  • Tauwurm (Lumbricus terrestris)
  • Laub- oder Rotwurm (Lumbriculus rubellus)

Regenwürmer legen Eier (ca. 200 Junge pro Jahr), haben 5 Herzen und atmen durch die Haut.

WurmfarmingDen Tigerwurm erkennt man leicht an seiner dunkelroten Farbe und den auffälligen gelben Segmentalfurchen. Laub- und Tauwürmern fehlt diese auffällige Bänderung. Tigerwürmer leben epigäisch, d.h. in der Streuschicht an der Bodenoberfläche. Laubwürmer hingegen verbringen nur ihre Jugend zwar in der oberen Bodenschicht und dringend später in tiefere Bodenschichten vor. Tauwürmer schließlich, die viele als die „typischen“ Regenwürmer kennen, durchqueren bei der Anlage von Wohnröhren und auf der Suche nach Nahrung den Boden bis zu einer Tiefe von drei Metern. Diese 3 Arten ergänzen sich hervorragend in ihrer Arbeit für den Gärtner. Der Tigerwurm verarbeitet große Mengen von organischem Material und liefert besten Dünger. Der Tau- und der Laubwurm erreichen mit ihren Gängen auch tiefer liegende Bodenschichten und sorgen somit für gute Belüftung, ihre Gänge ermöglichen es den Pflanzenwurzeln, sich leichter auszubreiten. Regenwürmer sind empfindlich gegen UV-Strahlung, deshalb ist für eine gute Bodenbedeckung zu sorgen, Mulch zieht Regenwürmer an. Wer in seinem Garten keine Regenwürmer findet, sollte unbedingt versuchen, sie selbst zu züchten! So eine Zucht ist kostengünstig und gleichzeitig kann der eigene Biomüll entsorgt werden. Als Produkt erhält man hochwertigen Kompost! Der Verkauf von Wurmkompost kann sogar zu einer zusätzlichen Einnahmequelle werden.

Was, wenn die Regenwürmer fehlen?

WurmfarmWenn man nun auf seinem eigenen Grund nicht ausreichend Regenwürmer vorfindet, kann man sich zum Starten einer eigenen Wurmfarm über verschiedene Anbieter aus dem Internet Kompostwürmer zusenden lassen. Sollte man keinen eigenen Garten besitzen und seinen Balkon zu einem essbaren Ort machen wollen, dann gibt es ebenso im Internet inzwischen die verschiedensten Wurmkomposter, die leicht auf einem Balkon Platz finden. Mit diesen ‚Startersets‘ (Wurmkisten) kann dann mit der eigenen Wurmfarm und Produktion begonnen werden. Wichtig ist, immer für reichlich Feuchtigkeit zu sorgen und einen geeigneten Ort, der schattig ist, als Standort der Wurmfarm auszuwählen. Staunässe sollte vermieden werden, ebenso darf die Erde nie ganz austrocknen. Während der Zucht sollten die Tiere regelmäßig beobachtet werden, ist die Anlage luftig genug, reicht es aus, jeden zweiten oder dritten Tag zu füttern. Wichtig ist auch, dass sie regelmäßig mit frischem Futter versorgt werden, Kaffeefilter mit Sud mögen die Regenwürmer besonders gerne.

Die so gezüchteten Regenwürmer kann man dann mitsamt der Erde und den Wurmeiern in einen Kübel geben und bei feuchter Witterung über die Terrassenanlagen und Hügelbeete großzügig und flächig verstreuen. Oder einfach in die Balkonkistchen streuen.

Bücherquelle

Sepp Holzer, Permakultur, Leopold Stocker Verlag
http://www.seppholzer.at/cms/index.php?id=20

Webseite WildnisKulturHof

Facebook WildnisKulturHof

Twitter WildnisKulturHof

Instagram WildnisKulturHof

https://www.instagram.com/bau_mit_uns_ein_tiny_house/

Pinterest WildnisKulturHof

Über Michaela Schmitz
1964 in Wien geboren, habe ich die Drogistenfachschule besucht und nach bestandener Konzessionsprüfung einen Naturkostladen in Wien 23. eröffnet. 1995 wurde mein erster Sohn Emil geboren, 1997 und 1999 folgten Sebastian und Daniel. 2003 habe ich eine Privatschule in Eichgraben mitgegründet und war danach bei der more.Software GmbH und der Gesellschaft für ganzheitliche Förderung im Bereich Datenbanksoftware zuständig. Seit 2010 arbeite ich selbstständig im Bereich der automatischen Datenverarbeitung. Ich betreue Websites, pflege Content ein und erstelle Bilder und Drucksorten. Ich schreibe Blogs, betreue Social Media-Kanäle und Crowdfundingprojekte. Durch meine Zusammenarbeit mit Judith Anger für den WildnisKulturHof und das Crowdfunding für das WildnisKulturDorf habe ich wieder zurück zu meinen Wurzeln gefunden – dem Leben mit der Natur und vereine seitdem Technik und Wildniskultur.
Dieser Beitrag wurde unter Landwirtschaft, Nachhaltiger Lebensstil, Natur- und Umweltschutz, Tipps abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.