Crowdfunding

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Reward based Crowdfunding (also Schwarmfinanzierung mit Gegenleistungen/Belohnungen) wird ganz oft auf den finanziellen Erfolg, das Erreichen der Crowdfunding-Schwelle, reduziert. Crowdfunding kann aber weit mehr.

Wie werde ich bekannt und will ich das?

Der Marketingeffekt, der gewonnene Bekanntheitsgrad durch so eine Aktion, lässt sich meist sehr schwer in Bares umrechnen. Wenn du es gut machst und dich und dein Projekt dementsprechend öffentlich vertrittst, dann erhältst du Anfragen für Interviews, wirst in Newslettern genannt, erhältst eventuell einen offline-Bericht in einer Zeitung oder einen kleinen Beitrag im Fernsehen. Du wirst zu Events eingeladen und kannst dein Projekt vorstellen. All das kommt durch ein Crowdfunding in die Gänge und macht dein Projekt bekannter.

Arbeitsaufwand und Rücklauf

Dem gegenüber steht allerdings einerseits der Arbeitsaufwand an tatsächlichen Stunden, der meist vollkommen unterschätzt wird und oft sechs, acht, zwölf Stunden am Tag beträgt. (Und stimmt, ich hab auch schon von Nachtschichten gehört …). UND andererseits der Rücklauf der dann tatsächlichen finanziellen UnterstützerInnen.

Im eigenen Umfeld (Freunde, Bekannte, Familie) ist die Akzeptanz meist (aber auch nicht immer) hoch und daher ist der Rücklauf pro persönlichem Einsatz ebenso relativ hoch. Das heißt, du erhältst im Schnitt viel finanzielle Unterstützung. Aber wie verhält sich das bei all den Menschen, die dich und dein Projekt nicht (persönlich) kennen?

Erreichen der anonymen Crowd – Ein nüchterner Zugang

crowdfunding analyseWie verhält sich das in der anonymen Crowd? Das ist ja unsere eigentliche Zielgruppe. Die gilt es zu aktivieren und dazu zu bewegen, auch tatsächlich den Schritt zur Anmeldung auf der Plattform und zum Überweisen des Geldes (für eine Gegenleistung) zu bewegen.

Aus meiner Erfahrung von meinem begleiteten Projekt ‚Bau mit uns ein Tiny House‘ und der Rückmeldung von bekannten Projekten (die ich interviewt habe) ergibt sich für mich folgendes Bild:

in der regionalen, aber schon nicht mehr unbedingt persönlichen Crowd beträgt der Rücklauf ca. 3%. Also, 100 Newsletter regional versendet, Öffnungsrate 60%, bringen 1,8 UnterstützerInnen.

in der weiteren, europäischen oder auch weltweiten Crowd liegt der Rücklauf maximal bei 1%. Also, wieder 100 Newsletter versendet, Öffnungsrate (sind wir optimistisch!) liegt wieder bei 60%, dann beträgt der Rücklauf an tatsächlicher finanzieller Unterstützung 0,6%.

Bei Berichten in Zeitungen (offline) ist der Weg vom Artikel auf Papier zum Laptop oder Smartphone inklusive Eintippen der www.-Adresse auch relativ lange. Klicks via Fernsehauftritt bringen da schon wieder mehr. Wobei bei manchen Zielgruppen ein Beitrag im ORF natürlich eine besondere Bedeutung hat und somit wiederum mehr positives Feedback und mehr allgemeine Akzeptanz bringt.

Wie ist das nun mit Social Media?

Die Crowd mit Geschichten und Bildern via Social Media zu begeistern, ist fast ein MUSS. Gesponserte Beiträge zum Beispiel auf Facebook bringen im Kosten/Nutzen-Vergleich oft mehr, da das Budget kombiniert mit Zielgruppe und Reichweite gut einschätzbar ist. Der Weg zum Klick auf den Button ‚unterstützen‘ ist aber auch hier ein langer.

Beiträge und Interviews in externen Newslettern und Plattformen konnte ich bislang nicht wirklich zuordnen, bringen aber in jedem Fall (auch internationale) Bekanntheit und schärfen meist die eigenen Texte.

Erstaunt war ich persönlich über den Rücklauf via Twitter. Allerdings tut sich da unter mind. 1000 Follower auch nicht wirklich was und diese gilt es ja auch erst einzusammeln. Instagram bringt leicht Herzerln und Follower, Werbung Instagram und Facebook in Summe scheint erfolgreich zu sein.

Youtube und Vimeo sind quasi Pflicht, weil ohne g’scheites Video geht gar nix bei einer Crowdfunding-Kampagne.

Den Rest der vielen Plattformen dürft ihr gerne selber testen und mir Rückmeldung über eure Erfahrungen liefern, danke!

Ich will aber abheben!

Na gut, werden jetzt einige sagen, was ist denn mit all den Projekten auf den Plattformen, die durch die Decke gehen? Die eine Überfinanzierung von +100, 150, 300 oder mehr % haben?

Liebe Leute, diese Projekte sind die Ausnahme und solche ‚Abheber‘ sind nicht wirklich planbar geschweige denn programmierbar.

ABER – natürlich hat jedes Projekt das grundsätzliche Potential, die Crowd zu Begeisterungsstürmen anzufeuern!

Was kann ich tun?

Der Erfolg hängt von ganz vielen Parametern ab:

– wie viele Personen helfen bei der Crowdfunding-Kampagne mit? 1,3 oder ein Team von 10-15 Menschen?

– wie viel Zeit kann ich für wie lange für die Crowdfunding-Kampagne reservieren?

– welche Plattform wähle ich, auf welcher Plattform bewegt sich meine Zielgruppe und wie aktiv unterstützt mich die Plattform?

– wie schaut der Internetauftritt aus?

– wie viel Newsletter- und/oder Kundenkontakte habe ich? 10? 100? 1000? 5000?

– wie gut bin ich in den sozialen Netzwerken vertreten?

– netzwerke ich gerne und wenn nicht, wer kann das gut übernehmen?

– wie viel Zeit habe ich oder nehme ich mir für eine gründliche Vorbereitung der Kampagne mit Organisationsplan, öffentlichen Events, Messen oder sonstigen Auftritten? Habe ich dafür ein 1/2 Jahr Zeit oder nur 2 Monate?

– wie gut kenne ich meine Zielgruppe und habe ich einen guten Plan, sie auch medial zu erreichen?

– wie viele Influencer und Crowdfunding-Experten hole ich mir für meine Kampagne?

– und zuletzt: wie sehr brenne ich für die Sache und somit mein Umfled, sprich meine Fans? Bin ich bereit, 150% zu geben?

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Kontakt:

backoffice&more., Michaela Schmitz

Tel: +43 660 125 81 20

Mail: info@backofficeandmore.at

 

 

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Über Michaela Schmitz
1964 in Wien geboren, habe ich die Drogistenfachschule besucht und nach bestandener Konzessionsprüfung einen Naturkostladen in Wien 23. eröffnet. 1995 wurde mein erster Sohn Emil geboren, 1997 und 1999 folgten Sebastian und Daniel. 2003 habe ich eine Privatschule in Eichgraben mitgegründet und war danach bei der more.Software GmbH und der Gesellschaft für ganzheitliche Förderung im Bereich Datenbanksoftware zuständig. Seit 2010 arbeite ich selbstständig im Bereich der automatischen Datenverarbeitung. Ich betreue Websites, pflege Content ein und erstelle Bilder und Drucksorten. Ich schreibe Blogs, betreue Social Media-Kanäle und Crowdfundingprojekte. Durch meine Zusammenarbeit mit Judith Anger für den WildnisKulturHof und das Crowdfunding für das WildnisKulturDorf habe ich wieder zurück zu meinen Wurzeln gefunden – dem Leben mit der Natur und vereine seitdem Technik und Wildniskultur.
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