Biotop anlegen und pflegen

Biotop

Biotope im eigenen Garten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie können selbst Ihr eigenes Biotop anlegen und pflegen.

Wasser ist ein wichtiges Gestaltungselement in der Wildniskultur und Permakultur. Wasser ist Leben und daher von elementarer Bedeutung. Glückerweise gibt es immer mehr Feuchtbiotope in den Gärten. Diese werden oft mit Plastikwannen oder Teichfolie ausgelegt, obwohl das gar nicht notwendig ist.

Untergrund

Durch Einrütteln und Stampfen wird der Untergrund dicht. Diese Methode, die  sogenannte „Rüttelmethode“, ist nahezu auf jedem Untergrund durchführbar. Sie kann auch mit einem Bagger durchgeführt werden. Kleine Feuchtbiotope können auch nur händisch angelegt werden. Sollte der Boden sandig oder kiesig sein, so kann man ein paar Schubkarren Lehm ausbringen und damit den Grund damit dicht machen. Je mehr verbundene Feinteile vorhanden sind, umso leichter wird der Boden dicht. Es kann auch organisches Material, welches sich rasch zersetzt und damit den Boden abdichtet verwendet werden (z. B. Grasschnitt).

Idealerweise wird ein Biotop durch eine eigene Wasserquelle gespeist wodurch ein stetiger Zufluss von Wasser sicher gestellt wird. Es sollte ebenso auf die Möglichkeit eines regulierten Abflusses aus dem Biotop gedacht werden, um bei großen Wassermengen, wie z.B. bei Starkregen, regulierend eingreifen zu können. Dies kann mit Dämmen und Überlaufbecken gelöst werden.

Form

Geschwungenes Biotop

Geschwungenes Biotop

Beim Biotop anlegen sollte man darauf achten, dass es einfach ein rundes Loch ist, sondern das Biotop sich an die Gegebenheiten des Geländes anpasst und eine möglichst geschwungene Form hat. Dadurch wird Wasser leichter in Bewegung gebracht und es bilden sich Wellen, welche den Sauerstoffgehalt erhöhen.

Vertikal sollen unterschiedliche Zonen angelegt werden, sogenannte Flach- und Tiefzonen. Diese Zonen ermöglichen eine unterschiedliche Bepflanzung und gleichzeitig schafft man damit verschiedene Lebensräume für unterschiedliche Tierarten.

Durch die richtige und vielfältige Bepflanzung des Biotops wird eine rasche Verdunstung bei Hitzeperioden vermieden und gleichzeitig finden viele Tierarten Schutz.

Tiere und Pflanzen

Neue Fische werden in ein Biotop eingesetzt.

Fische werden in ein Biotop eingesetzt.

Fische gehören in jedes Biotop und werden in der Wildnis- und Permakultur auch zur Zucht und Selbstversorgung verwendet. Bevor Fische ins Biotop gesetzt werden können, müssen sie, noch im Behältnis (meist ein Plastiksack) in das Biotop-Wasser eingetaucht werden, damit sie sich an die Wassertemperatur gewöhnen können. Nach ca. 15-30 Minuten kann das Behältnis geöffnet werden und die Fische in ihre neue Heimat schwimmen.

Zur Bepflanzung des Biotops eignen sich folgende Pflanzen:

  • Blutweiderich, Kalmus, Schilfrohr  – für den Sumpfbereich am Rand
  • Rohrkolben, Tannenwedel, Hechtkraut – für die Flachwasserzone
  • Teichrose, Seerose, Wasserschlauch – für die Tiefwasserzone

Viele Wasserpflanzen sind nicht nur attraktiv, sondern können auch als Heilmittel verwendet werden.

Tiefzonen sind ein sehr wichtiges Element von Biotopen und Wasserretentionsräumen, sie ermöglichen den Fischen, je nach ihren Bedürfnissen zwischen warmen und kalten Wasser zu wechseln.

Wurzelstöcke dienen den Jungfischen als Unterschlupf und verbessern das Ökosystem. Außerdem können sich Kleintiere damit wieder ans Ufer retten. Steine bringen Wärme, wodurch sich die Wassertemperatur erhöht, und dienen auch als Trittsteine. Im Winter verringert sich dadurch die Zeit der geschlossenen Eisdecke. Zusätzlich können Stämme für Pilzkulturen am Rand des Biotops eingeschlagen werden.

Geeignete Fische zur Zucht und für das Biotop:

  • Schleihen
  • Karpfen,
  • Seesaibling
  • Welse
  • Hechte
  • japanische Buntkarpfen (Koi)

Es können in einem Biotop auch Muscheln und Krebse gezüchtet werden.

Quellen:
Sepp Holzer
Eigene Erfahrung
Bücher: Sepp Holzer’s Permakultur und Kräuterspiralen, Terrassengärten & Co. (Leopold Stocker Verlag)

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Über Michaela Schmitz
1964 in Wien geboren, habe ich die Drogistenfachschule besucht und nach bestandener Konzessionsprüfung einen Naturkostladen in Wien 23. eröffnet. 1995 wurde mein erster Sohn Emil geboren, 1997 und 1999 folgten Sebastian und Daniel. 2003 habe ich eine Privatschule in Eichgraben mitgegründet und war danach bei der more.Software GmbH und der Gesellschaft für ganzheitliche Förderung im Bereich Datenbanksoftware zuständig. Seit 2010 arbeite ich selbstständig im Bereich der automatischen Datenverarbeitung. Ich betreue Websites, pflege Content ein und erstelle Bilder und Drucksorten. Ich schreibe Blogs, betreue Social Media-Kanäle und Crowdfundingprojekte. Durch meine Zusammenarbeit mit Judith Anger für den WildnisKulturHof und das Crowdfunding für das WildnisKulturDorf habe ich wieder zurück zu meinen Wurzeln gefunden – dem Leben mit der Natur und vereine seitdem Technik und Wildniskultur.
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